Bahngeld : Bund kürzt in MV jeden zehnten Euro

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Sparen am Bahndamm: Deutliche Kürzungen für Mecklenburg-Vorpommerns Schienenpersonennahverkehr

svz.de von
30. September 2015, 21:00 Uhr

Auf Mecklenburg-Vorpommern kommen in den kommenden 15 Jahren deutliche Kürzungen im Schienenpersonennahverkehr zu. Danach streicht der Bund die jährlichen Zuschüsse bis zum Jahr 2031 um gut zehn Prozent zusammen, wurde jetzt bekannt. Statt 257 Millionen Euro im kommenden Jahr stehen 2031 nur noch 236 Millionen Euro zur Verfügung, geht aus Berechnungen der Haushaltspolitiker der Großen Koalition in Berlin hervor.

Zwar hatte das Bundeskabinett am Dienstag insgesamt für alle Bundesländer eine Erhöhung der so genannten Regionalisierungsmittel zur Bestellung des öffentlichen Nahverkehrs von derzeit 7,3 Milliarden Euro auf acht Milliarden Euro im Jahr 2016 beschlossen. Die neuen Länder gehen allerdings alle leer aus – alle erhalten weniger Zuschüsse.

Damit werden weitere Streckenstreichungen wahrscheinlich: Mecklenburg-Vorpommern hatte aus Geldnot bereits Ende 2014 den Betrieb der Südbahn zwischen Parchim und Malchow eingestellt. SPD-ungleiche Verteilung: Während die Finanzpläne des Bundes im ohnehin bereits ausgedünnten Bahnverkehr in MV weitere Angebote auf den Prüfstand stellen, denkt das vergleichbare Schleswig-Holstein über mehrere neue Bahnverbindungen nach. Das Nachbarland kann vom Bund bis 2031 mit mehr als 100 Millionen Euro Bahnzuschüssen im Jahr zusätzlich rechnen – insgesamt 358 Millionen Euro.

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