Schwerin : Buga-Parkplatz liegt brach

Nichts los auf dem ehemaligen Buga-Parkplatz an der Lomonossowstraße. Eine Bebauung ist in weite Ferne gerückt.
Foto:
Nichts los auf dem ehemaligen Buga-Parkplatz an der Lomonossowstraße. Eine Bebauung ist in weite Ferne gerückt.

Stadt und Wohnungsunternehmen kommen mit Erschließung nicht voran

svz.de von
13. Februar 2018, 21:00 Uhr

„Ehemaliger Buga-Parkplatz soll erblühen“ oder „Miethäuser auf altem Buga-Parkplatz“ lauteten Überschriften vergangener SVZ-Artikel. Doch erblüht ist noch nichts. Der Parkplatz ist nichts weiter als eine Brachfläche.

Als die Wohnungsgesellschaft Schwerin (WGS) Teile des Geländes von der Stadt übernahm, war Thomas Köchig noch voller Tatendrang. Es sollten Einfamilienhäuser zur Miete entstehen. „Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass wir das machen“, sagte der Geschäftsführer der WGS. Das war 2014.

Vier Jahre später hat sich noch nichts getan. Die große Fläche an der Lomonossowstraße ist weiterhin unbebaut. Der Eindruck, das sich hier bald was tut, stellt sich ebenfalls nicht ein. „Dieses Jahr wird hier auf jeden Fall nichts passieren“, sagt Köchig jetzt. Der Buga-Parkplatz sei zwar regelmäßig Thema bei der WGS, doch andere Projekte hätten Priorität, so Köchig. Zudem seien die Erschließungskosten zu hoch. „Die Forderung nach Wohnraum zu bezahlbaren Mieten ist an diesem Standort aktuell nicht möglich“, sagt Köchig. Außerdem fehle dort auch die Nachfrage für Einfamilienhäuser. Wenn ein entsprechendes Angebot vorläge, sei ein Verkauf des Geländes durchaus eine Alternative, sagt der WGS-Geschäftsführer.

Die Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft (SWG) besitzt ebenfalls einen Abschnitt des alten Parkplatzes. Die Vorstandsvorsitzende der SWG ist für zukünftige Projekte verantwortlich. „Wir würden uns gerne einbringen“, sagt Margitta Schumann. Dafür müsse das Gelände jedoch erst erschlossen werden.

Der letzte Teil des Parkplatzes gehört weiterhin der Stadt. „Der Standort ist sehr gut“, betont Reinhard Huß vom Fachdienst Stadtentwicklung und Wirtschaft. In direkter Umgebung liege ein Kindergarten und eine Schule. Einkaufsmöglichkeiten gebe es auch. Bemühungen Investoren zu finden waren bisher aber nicht erfolgreich. „Die Erschließungskosten sind höher, als ursprünglich angenommen“, sagt Huß. Das hemme den Investitionswillen für das Baugebiet. Die Pläne der Stadt sehen auf dem Areal Reihenhäuser vor. Ein Bebauungsplan ist noch nicht erstellt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen