Gartenschau : Buga 2029: Jetzt wird es konkret

Rund 1,9 Millionen Besucher kamen in die „Sieben Gärten mittendrin“ der Buga 2009. Kann dieser  Erfolg noch einmal gelingen?
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Rund 1,9 Millionen Besucher kamen in die „Sieben Gärten mittendrin“ der Buga 2009. Kann dieser Erfolg noch einmal gelingen?

Stadt will prüfen, ob eine Bundesgartenschau 20 Jahre nach der erfolgreichen Veranstaltung 2009 wieder der große Wurf werden kann

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10. Dezember 2014, 23:58 Uhr

Jetzt wird es ernst mit der Bundesgartenschau in der Landeshauptstadt! Fünf Jahre nach der erfolgreichen Buga 2009 gibt es in der Stadt schon konkrete Planungen, das Großereignis erneut in Schwerin zu veranstalten.

Nach SVZ-Informationen hat Baudezernent Bernd Nottebaum bereits ein erstes Gespräch mit dem Geschäftsführer der Deutschen Bundesgartenschaugesellschaft, Jochen Sandner, geführt. Dabei sollen bereits Ideen für eine Gartenschau besprochen worden sein. Danach soll das Schloss mit seinen Gärten wieder der Höhepunkt werden. Dann könnte sich das künftige Gartenschaugelände am Südufer des Schweriner Sees entlang ziehen. Der Zoo, Zippendorf und das Freilichtmuseum in Mueß sollen einbezogen und damit weiterentwickelt werden. Unter möglichen Außenstandorten könnte Wiligrad mit seinem gerade restaurierten Garten der absolute Höhepunkt werden.

Ob das alles die beste Variante ist, steht aber noch nicht fest. Im Frühjahr soll es deshalb offenbar einen Workshop mit allen möglichen Protagonisten geben. Bis zur Sommerpause der Stadtvertreter könnte dann ein Ideenpapier vorliegen. Stimmen die Stadtpolitiker dem zu, wird es ernst – finanziell. Denn vor einer Bewerbung um die Ausrichtung einer Bundesgartenschau muss heutzutage eine Machbarkeitsstudie angefertigt werden. Kostenpunkt: etwa 100 000 Euro. Dieser großen Ausgabe müssten die Stadtvertreter natürlich auch zustimmen.

Gehen all diese Vorarbeiten glatt durch, könnte eine Bewerbung folgen – für die Bundesgartenschau 2029. Nahezu alle davor liegenden Termine sind inzwischen schon durch die Bundesgartenschaugesellschaft fest vergeben.

In der Vergangenheit hatte Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow sich für eine erneute Buga in Schwerin durchaus offen gezeigt. Allerdings hatte sie immer betont, dass angesichts der prekären Finanzlage der Stadt eine hohe Förderung durch das Land dafür erforderlich sei. Gramkow wünschte sich einen 90-prozentigen Zuschuss. Ob das Land dazu bereit ist, steht allerdings ebenso in den Sternen wie die Zustimmung der Stadtvertreter.

Denn es gibt auch schon skeptische Stimmen. So hieß es bereits in der Links-Fraktion, dass man einen Erfolg wie die Gartenschau 2009 nicht so einfach wiederholen könne. Das Risiko, dass Geld nachgeschossen werden muss, müsse die Stadt nicht eingehen.

Es wäre nicht das erste Mal, dass eine Stadt erneut eine Gartenschau ausrichtet. Hamburg beispielsweise war bereits mehrfach Ort einer Internationalen Gartenschau. Allerdings war die vorerst letzte IGS im Jahr 2013 ein finanzieller Flop.

Doch offenbar traut die Bundesgarteschaugesellschaft Schwerin einiges zu. Sonst wäre Geschäftsführer Sandner wohl nicht in die Landeshauptstadt gekommen. Kennt er Schwerin doch sehr genau: Er war gemeinsam mit Stadtwerkechef Josef Wolf Geschäftsführer der Bundesgartenschau 2009. Die hatte einem Überschuss von mehr als drei Millionen Euro eingebracht. Noch liegt dieses Geld auf dem Konto. Es fehlt wohl noch das Okay des Finanzamtes, dass die Mittel im Sinne einer gemeinnützigen GmbH ordnungsgemäß verwendet werden.

Doch das Tauziehen um die Buga-Millionen läuft bereits. Für die Verwendung liegen aus der Stadtvertretung, der Verwaltung und der Bürgerschaft zahlreiche Vorschläge vor.

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