Bundesgartenschau Schwerin : „Buga 2025 wird erfolgreich“

Die Pontonbrücke in der Schlossbucht war eine der Attraktionen der Bundesgartenschau 2009. Insgesamt lockte die Buga mehr als 1,8 Millionen Besucher nach Schwerin.
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Die Pontonbrücke in der Schlossbucht war eine der Attraktionen der Bundesgartenschau 2009. Insgesamt lockte die Buga mehr als 1,8 Millionen Besucher nach Schwerin.

Touristiker, Gastronomen und Kulturmanager sind sich einig: Schwerin kann von einer weiteren Gartenschau nur profitieren

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14. August 2016, 20:15 Uhr

Wenn Dieter Manthey nach seiner schönsten Zeit im Berufsleben gefragt wird, dann muss der Speicher-Chef nicht lange überlegen. „Die Zeit der Buga 2009“, sagt er. Tolle Stimmung in der Stadt, immer volles Haus im Soziokulturellen Zentrum in der Röntgenstraße. Kein Wunder, dass Manthey zu den entschiedenen Befürwortern einer Bundesgartenschau 2025 in Schwerin gehört. Und er ist bei weitem nicht der Einzige. Obwohl längst noch nicht klar ist, ob es eine neue Buga in der Landeshauptstadt geben wird und vor allem, wer sie bezahlen soll, sind sich viele Touristiker, Gastronomen und Kulturmanager schon einig: Schwerin kann von einer weiteren Gartenschau eigentlich nur profitieren.

„Die Buga 2009 war ein starker Impuls für die Stadt“, sagt der Geschäftsführer der Weißen Flotte, Christian Getz. Die Gartenschau habe Schwerin nicht nur bekannter gemacht, sondern auch in Sachen Infrastruktur vorangebracht. „Auch für unser Unternehmen war 2009 ein sehr gutes Jahr“, betont Getz. Auf jeden Fall sei die Weiße Flotte auch bei einer neuen Buga wieder mit von der Partie. Das Konzept für die Bundesgartenschau 2025, das bisher auf dem Tisch liegt, hält der Geschäftsführer für überzeugend. Auf Kaninchenwerder, Mueß und den Zoo zu setzen, sei aus Gründen der Stadtentwicklung richtig, die Verbindung mit dem Wasser reizvoll. Natürlich müsse aber auch eine neue Buga das Schloss als Schweriner Markenzeichen in den Mittelpunkt stellen, so Getz.

Für Claas Baumann, der in Schwerin ein Rikscha-Unternehmen betreibt, war die Buga 2009 praktisch der Start ins Geschäft, „der Impuls weiterzumachen“, wie er sagt. Die Gartenschau habe Schwerin verändert, sei etwa durch die entstandene Uferpromenade immer noch gegenwärtig, sagt Baumann. Die Idee einer neuen Buga findet er spannend: „Wir sind dabei.“

„Eine Buga 2025 wird genauso erfolgreich wie die Buga 2009.“ An dieser Aussage gibt es für Jörg Buß von den Radeberger Bierstuben keinen Zweifel. Leider habe es die Stadt versäumt, weiter auf der Welle der ersten Gartenschau zu schwimmen, sei beim Thema Tourismus wieder in einen Dornröschenschlaf gefallen. Um so mehr unterstütze er die Pläne für eine neue Buga, so Buß.

„Alle Initiativen, die den Tourismus in der Stadt fördern, sind zu begrüßen“, sagt Jana Maiwirth vom Hotel Arte in Krebsförden. An das Jahr 2009 habe auch sie nur gute Erinnerungen. „Unser Hotel war immer ausgebucht“, berichtet Maiwirth, die auch Mitglied im Dehoga-Regionalvorstand ist. Dem Zoo und dem Areal am Franzosenweg eine herausgehobene Bedeutung bei einer künftigen Gartenschau zu geben, sei der richtige Weg. „Für viele unserer Gäste ist der Tierpark schon jetzt ein wichtiger Anlaufpunkt“, sagt Maiwirth.

„2009 war ein gutes Jahr“, bestätigt Frank Neugebauer, Chef der Petermännchen-Stadtrundfahrten. Über Monate habe er Scharen von Besuchern durch Schwerin chauffiert, ihnen die Schönheiten der Stadt gezeigt. Aber lässt sich dieser Erfolg wirklich schon nach 16 Jahren wiederholen? Eine Buga 2025 müsse von der ersten Buga lernen, die Touristen langfristiger an Schwerin binden, sagt Neugebauer.

Ein nachhaltiges Konzept für eine neue Bundesgartenschau in der Landeshauptstadt fordert auch Frank-Peter Krömer vom Krömer Weinhandel. „Wir müssen über die Buga hinausdenken“, sagt er. Schwerin brauche unter anderem ein Willkommenscenter, eine Wassertankstelle und mehr öffentliche Toiletten“, so Krömer, der während der Buga 2009 zahllose Touristen in der ehemaligen Großherzoglichen Dampfwäscherei in der Werderstraße bewirtete.

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