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Schwerin: Nandolino ist weg : Bürokraten wollen Drachen töten

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Wahrzeichen des Drachenbootfestivals vom Südufer des Pfaffenteichs verschwunden / Skulptur wird saniert, doch Rückkehr ist ungewiss

svz.de von
erstellt am 04.Dez.2015 | 17:14 Uhr

Nandolino ist weg. Quasi über Nacht ist der große, bunte Holzdrache vom Südufer des Pfaffenteiches verschwunden. Was ist passiert?

Die tonnenschwere Skulptur von Bildhauer Nando Kallweit war vor gut vier Jahren zum 20. Schweriner Drachenbootfestivals mit Unterstützung vieler Sponsoren erschaffen und am Pfaffenteich aufgestellt worden. Mehr als 1000 Kinder beteiligten sich an der Namensfindung und Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow weihte mit zahlreichen „kleinen Drachen“ die Figur ein. Viereinhalb Jahre wachte „Nandolino“ am Uferrand mit fröhlichem Gesichtsausdruck über Europas größtes Drachenbootfestival und ließ gutmütig immer und immer wieder Kinder auf seinem Rücken herumturnen. Nun musste er weg.

Mit Unterstützung der Unternehmensgruppe Kämmerer wurde die Holzskulptur mit schwerer Technik abtransportiert und vorübergehend auf der Krösnitz sichergestellt. Dort bekommt er im Frühling vom Künstler eine Schönheitskur. Doch was passiert danach?

„Es ist leider nicht sicher, ob der Drache wieder an seinen Stammplatz zurückkehren kann“, sagt Holger Herrmann, langjähriger Organisator des Drachenbootfestivals und Partner der Kanurenngemeinschaft Schwerin. „Wir suchen händeringend nach einer Lösung.“ Warum? Dem Verein waren jetzt von der Stadt Auflagen zur Sicherheit und Versicherung der Skulptur auferlegt worden, die er nicht alleine tragen kann. Deshalb muss der Drache jetzt Winterschlaf machen. Ob er dann zum 25. Drachenbootfestival im August 2016 zurückkehren kann, ist fraglich. „Der Drache ist ein beliebtes Fotomotiv und das Wahrzeichen des Drachenbootfestivals. Es wäre sehr bedauerlich, wenn Nandolino nicht an seinem Platz bleiben kann“, so Herrmann.





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