Schweriner Verwaltung : Bürger blicken Schwerin auf die Finger

Das Schrottfahrrad in der Schmiedestraße hat bei „Klar Schiff“ seit gestern die Statusmeldung „in Bearbeitung“. Im Online-Portal können die Schweriner nun schauen, wie lange noch.
Das Schrottfahrrad in der Schmiedestraße hat bei „Klar Schiff“ seit gestern die Statusmeldung „in Bearbeitung“. Im Online-Portal können die Schweriner nun schauen, wie lange noch.

Klar Schiff: Beschwerde-Management wird mit neuem Internet-Portal durchsichtig – Bearbeitungsstand jeder Anregung zu sehen

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16. März 2016, 21:00 Uhr

Die Landeshauptstadt baut die Bürgerbeteiligung aus. Mit dem neuen Internet-Portal „Klar Schiff“ für das Ideen und Beschwerdemanagement können die Schweriner jetzt Anzeigen oder Anregungen direkt an die Fachämter richten und den Stand der Bearbeitung ihrer Meldung mit einem Maus-Klick jederzeit am heimischen PC oder Smartphone selbst kontrollieren.

„Unser Ideen- und Beschwerdemanagement unter der Leitung von Sandra Hoffmann wird sehr gut angenommen. Im vergangenen Jahr wurden 993 Vorgänge bearbeitet. Aber es gibt nichts, was nicht noch besser zu machen wäre“, sagt Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow. So habe Rostock mit seinem Online-Portal „Klar Schiff“ beste Erfahrungen gemacht. „Das wollen wir nutzen.“

Matthias Effenberger, Vorstand des Kommunalservice Mecklenburg, erläutert die Vorteile: „Dieses Portal ist ein Hilfsmittel für mehr Transparenz der Verwaltung und fördert den Dialog der Stadt mit ihren Bürgern. Außerdem hilft es, die internen Verwaltungsabläufe zu beschleunigen.“

Wie das System funktioniert, erklärt Marko Wolff an einem Beispiel. In der Schmiedestraße hängt ein herrenloses Fahrrad ankettet an einem Regenfallrohr. Das stört einen Schweriner. Der ruft mit seinem Smartphone die Adresse www.klarschiff-sn.de auf, gibt seine eigene E-Mail-Adresse ein und das Portal öffnet sich. Auf dem Stadtplan kennzeichnet er den genauen Ort seiner Beschwerde, also die Schmiedestraße. Im Textfenster wählt er die passende Rubrik, etwa Müll und Unrat, und beschreibt kurz seine Beschwerde. Auf dem Stadtplan erscheint ein roter Kreis an besagter Stelle.

Jetzt ist die Verwaltung am Zuge. Das System findet automatisch den zuständigen Bearbeiter, der den Vorgang sichtet. Jetzt wird der Kreis gelb. Der Mitarbeiter kann einen öffentlich sichtbaren Kommentar dazu legen. Wenn er das Problem gelöst hat, wird der Kreis grün. Ein Kommentar daneben macht für jeden erkennbar, welches Anliegen hier bearbeitet wurde. Nach einigen Wochen werden das Symbol und E-Mail-Kontakte gelöscht. „Der Datenschutz ist auf jeder Bearbeitungsstufe gewährleistet“, versichert Effenberger.

„Klar Schiff soll den Schwerinern bei Ärger im Alltag helfen“, fasst Gramkow zusammen. Ob überfüllte Papierkörbe oder kaputte Straßenlampen, illegale Müllentsorgungen in Parks und Wäldern der Stadt, tiefe Schlaglöcher oder Behinderungen auf Gehwegen – mit dem Online-Portal sollen Probleme künftig schneller gelöst werden. „Und wir erhoffen uns auch mehr Verbesserungsvorschläge und Ideen“, so Gramkow.

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