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Zeitung für die Landeshauptstadt

23. November 2017 | 01:05 Uhr

OB-Wahl Schwerin : Bündnis gegen Gramkow

vom
Aus der Onlineredaktion

FDP und Grüne in Schwerin geben Empfehlung gegen Oberbürgermeisterin

von
erstellt am 08.Sep.2016 | 05:00 Uhr

Bei der Stichwahl um den Oberbürgermeisterposten in der Landeshauptstadt am 18. September könnte es für Amtsinhaberin Angelika Gramkow (Linke) eng werden. Gestern gaben fast alle im Stadtparlament vertretenden Parteien eine Wahlempfehlung gegen Gramkow und für ihren Gegenkandidaten Rico Badenschier (SPD) ab.

Der FDP-Kreisverband Schwerin hatte bereits am Dienstagabend einstimmig beschlossen, seinen Anhängern die Unterstützung des SPD-Kandidaten zu empfehlen, teilten gestern die Liberalen mit. Mit Badenschier und der SPD habe man weitaus mehr gemeinsame Schnittstellen, als mit der Linken.

Auch die Grünen wollen ihre Anhänger auffordern, am 18. September Rico Badenschier mit ihrer Stimme zu unterstützen. „Wir haben beispielsweise in der Städtebaupolitik oder in der Verkehrsplanung mehr gemeinsame Lösungsansätze mit dem SPD-Kandidaten als mit der Linken“, begründet den Beschluss die Kreisvorsitzende Simone Rudloff.

Die Stichwahl war in Schwerin notwendig geworden, weil keiner der neun Kandidaten die absolute Mehrheit erreichen konnte. Nur auf etwas weniger als ein Drittel aller Wählerstimmen kam die amtierende Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow. Der Mediziner Rico Badenschier bekam 18,9 Prozent und landete damit auf dem zweiten Platz.

In der CDU hieß es gestern, dass man mit dem SPD-Kandidaten Badenschier ein „gutes Gespräch“ über eine mögliche Unterstützung bei der Stichwahl hatte. „Wir sind mit einer eigenen Kandidatin und mit dem Willen nach einem Wechsel an der Verwaltungsspitze angetreten, an dem Gedanken hat sich bei uns nichts geändert“, sagte CDU-Kreisvorsitzende Dorin Müthel-Brenncke. Einen Beschluss über eine Wahlempfehlung hat der Kreisverband noch nicht gefasst.

Die Unabhängigen Bürger (UB) wollten sich gestern nicht äußern. Nach Informationen unserer Redaktion soll eine Entscheidung für oder gegen eine Wahlempfehlung zu Beginn der kommenden Woche getroffen werden.

Die Linke zeigte trotz des Bündnisses gegen ihre Oberbürgermeisterin Gelassenheit. „Es ist doch normal, wenn Parteien bei Stichwahlen Empfehlungen abgeben“, so Kreisvorsitzender Peter Brill. Er rechnet fest mit Gramkows Wahlsieg.

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