zur Navigation springen

Arbeitseinsatz : Brüsewitzer sammelten Müll im Stepenitztal

vom

Zwei große Container mit Müll füllten 40 Helfer aus Brüsewitz bei einem Arbeitseinsatz im Landschaftsschutzgebiet Stepenitztal. "Was wir da alles gefunden haben, das gibt einem schon zu denken", sagt Gerald Blödorn.

svz.de von
erstellt am 19.Dez.2012 | 10:23 Uhr

Brüsewitz | Zwei große Container mit Müll füllten 40 Helfer aus Brüsewitz bei einem Arbeitseinsatz im Landschaftsschutzgebiet Stepenitztal. "Wir haben im Bereich Brüsewitz und Gottmannsförde etwa 20 Kubikmeter Unrat zusammengetragen", sagt Gerald Blödorn. Der Naturfreund und Hobby-Ornithologe unterstützte den Einsatz, den der Jäger Jürgen Rahn organisierte. Den Anstoß zu der Aktion hatte Waldbesitzer Ullrich Tuch gegeben. Er wie auch die anderen Naturfreunde ärgerten sich über die wilden Müllablagerungen am Waldrand. Mitgemacht haben bei diesem Einsatz neben den Jägern des Hegerings Brüsewitz die Jugendwehr mit rund 20 Helfern und Jugendwart Mathias Klavs sowie Kameraden der Erwachsenenwehr mit Wehrführer Klaus Herbers.

"Was wir da alles gefunden haben, das gibt einem schon zu denken", sagt Blödorn. "So lag zum Beispiel ein leerer großer Öltank im Wald. Der fasst um die 4000 Liter Öl. Aber auch Reifen, Bauschutt, ausrangierte Fernseher und allerlei Elektroschrott lagen herum."

Am Ufer des Rehmsees bei Gottmannsförde sammelten die Helfer ebenfalls zurückgelassenen Müll auf. Den meisten, so schätzt Gerald Blödorn, haben wohl die Angler zurückgelassen. Das sei immer ärgerlich, wenn Angler, die ja im besonderen Maße von der Natur profitieren, sich so wenig für die Umwelt interessieren. Blödorn fordert: "Wer sich was zu essen oder trinken mitbringt, soll die Verpackungen bitteschön wieder mitnehmen und sie nicht einfach am Ufer zurücklassen."

Damit der ganze Unrat überhaupt zu den Containern gebracht und aufgeladen werden konnte, stand Technik bereit: ein Radlader von der Agrargenossenschaft Brüsewitz. Und Maik Breitkreutz, aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Brüsewitz, stellte seinen privaten Traktor mit Anhänger für die gute Sache zur Verfügung. Der gesammelte Müll wurde anschließend ordnungsgemäß entsorgt. Nach dem Einsatz gab es für alle Helfer eine kräftige Stärkung.

Vor sechs oder sieben Jahren, so erinnert sich Gerold Blödorn, wurde schon mal solch eine Aktion gestartet. Dass sie jetzt erneut notwendig wurde, sei betrüblich. "Dass Müll auf diese Weise entsorgt wird, kann ich nicht nachvollziehen. Es gibt doch neben der ganz normalen Müllentsorgung auch Sperrmüllaktionen und regelmäßige Termine für die Annahme von Schadstoffen. Den Unrat illegal abzuladen, ist mehr als frevelhaft, insbesondere, wenn es sich noch um ein Landschaftsschutzgebiet handelt", findet der Brüsewitzer .

Im Stepenitztal brütet der Seeadler, erzählt der Naturfreund. Zwei Jungen wurden im Frühjahr beringt. Aber auch andere Vögel wie der Eisvogel und der Kranich sind hier zu Hause - und sollen es auch bleiben. In einer intakten Natur, betont Blödorn.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen