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Zeitung für die Landeshauptstadt

11. Dezember 2017 | 11:07 Uhr

Gute Ernte : Brüsewitzer fahren Futterstroh ein

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Nachdem die Wintergerste auf 307 Hektar komplett vom Halm ist, geht es jetzt darum, das Stroh zügig in die Halle zu bekommen

von
erstellt am 26.Jul.2015 | 09:00 Uhr

Am Ende ging es dann ruck, zuck: Die Gerste auf dem 61 Hektar großen Schlag bei Neumühle war schon vom Halm. Und weil das Wetter günstig und das Stroh trocken war, konnte es es auch gleich eingefahren werden.

Uwe Krause, Vorstandsvorsitzender der Brüsewitzer Agrargenossenschaft, ist zufrieden: „In dieser Woche ist es gut gelaufen, wir haben viel geschafft.“ Auf 307 Hektar hatten die Brüsewitzer Genossenschaft und der Stralendorfer Agrarhof – beide bilden einen Verbund – Gerste zu ernten. Zwei Wochen hat es gedauert, bis das Getreide komplett unter Dach und Fach war. An einigen Tagen, so am vorigen Wochenende, konnten die Mähdrescher gar nicht aufs Feld. Schuld war der Regen. An Tagen, an denen es hingegen gut lief, drehten die Mähdrescher noch bis 22 Uhr ihre Runden auf dem Feld.

Aber die Mühen haben sich gelohnt. Die Brüsewitzer fahren im Durchschnitt 76,7 Dezitonnen Gerste pro Hektar ein. Auf einem Schlag waren es mal mehr, auf dem anderen weniger. Auf Grund der heißen Witterung Anfang Juli, als die Temperatur bis auf 39 Grad geklettert war, haben sich so genannte Schmachtkörner ausgebildet. Das sind sehr, sehr kleine Körner. Auf einzelnen Feldern sind es bis zu zehn Prozent. Diese Körner fallen quasi durchs Sieb – dafür gibt es kein Geld.

Alles in allem ist Krause mit den Erträgen aber zufrieden. „Für unsere Standorte ist es eine gute Ernte, keine Top Ernte. Aber allemal besser als vorhergesagt. Der Ertrag ist sogar ein bisschen höher als im Vorjahr“, erzählt er.

Die Gerste, insgesamt sind es 2350 Tonnen, hat Brüsewitz gleich abgeliefert – an mehrere Partner. Für 70 Prozent der Ernte hatte Brüsewitz Vorkontrakte abgeschlossen. Damit stand der Preis vor Beginn der Ernte schon fest. Das kann mal günstig, mal ungünstig ausfallen. Uwe Krause: „In diesem Jahr hatten wir Glück. Wir bekommen für jede Dezitonne etwa 1,50 Euro mehr, als wenn wir unser Getreide heute verkaufen würden.“ Denn der Handel habe schnell erkannt, dass mehr Gerste auf dem Markt ist als ursprünglich angenommen und seine Preise nun angepasst – nach unten, wie Krause weiß.

Das Stroh der abgeernteten Gerste wird jetzt eingefahren und in einer Halle direkt neben dem Kuhstall in Brüsewitz eingelagert. „Wir füttern unsere Kühe damit, denn Wiederkäuer brauchen auch solch pieksiges Futter.“ Im Jahr werden an die 500 solcher Strohballen für Futterzwecke in Brüsewitz benötigt. Anderes Stroh, etwa das von Weizen, dient als Einstreu.

Nach einer kurzen Verschnaufpause geht es mit dem Rapsdrusch weiter. 600 Hektar sind an den Standorten in Brüsewitz und Stralendorf zu ernten. Und dann fängt die Genossenschaft auch schon mit der Weizenernte auf 800 Hektar an.

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