Cramon : Brückenbau rückt in Sichtweite

Zehn Jahre Brückensperrung bei Cramon: Daran erinnerten Kommunalpolitiker und Anwohner aus Cramonshagen, Dalberg-Wendelstorf und Mühlen Eichsen Mitte September.
Zehn Jahre Brückensperrung bei Cramon: Daran erinnerten Kommunalpolitiker und Anwohner aus Cramonshagen, Dalberg-Wendelstorf und Mühlen Eichsen Mitte September.

Nordwestkreis und Gemeinde Cramonshagen finden Kompromiss

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10. November 2015, 16:00 Uhr

Es wird zwar noch ein paar Jahre dauern, bis die kürzeste Verbindung zwischen Cramon und Dalberg wieder für Autos befahrbar ist, aber keine weiteren zehn. Das hat Nordwestmecklenburgs Landrätin Kerstin Weiss dem Cramonshagener Bürgermeister in Aussicht gestellt. Reinhard Eggemann war nach der Protestaktion zu dem runden „Jubiläum“ der Brückensperrung bei Cramon (SVZ berichtete) zu einem Gespräch eingeladen worden. Dort wurde der Weg abgesteckt, wie das Brückenproblem gelöst werden kann.

Eggemann ist zufrieden, dass endlich Bewegung in die Sache kommt. „Wir wollten ja nie eine teure Brücke, sondern haben immer schon darauf gedrängt, mit einer pragmatischen Lösung diese Straße wenigstens für den Autoverkehr wieder zu öffnen“, bringt er in Erinnerung. Laster werden weiterhin über den Nienmarker Damm ausweichen müssen, der perspektivisch zur Kreisstraße werden soll.

Jetzt sind aber erst die Planer an der Reihe, um aus der Idee ein Projekt zu machen. Dazu gehört, dass am Standort der heutigen Brücke Rohre quer unter die Straße kommen, um den Durchfluss des Wassers in der morastigen Senke zu gewährleisten. „Hinzu kommen die Erneuerungen der Straßen in Cramon und Cramonshagen sowie des Nienmarker Damms“, betont Eggemann. Denn diese sind durch Sperrung und Umleitungsverkehr über Jahre belastet worden.

Fürs kommende Jahr will der Landkreis die Planungskosten bereitstellen. Mit diesem Vorschlag geht die Landrätin in den Kreistag. Gebaut werden kann aber erst danach und wenn die erforderlichen Mittel fürs Bauen genehmigt sind. Auch Fördergeld muss eingeworben werden. Dennoch ist das Ganze für Reinhard Eggemann ein Fortschritt. Die Kommunalpolitiker aus Cramonshagen, Dalberg-Wendelstorf und Mühlen Eichsen sowie die meisten Anwohner der Gemeinden forderten gleich nach der Sperrung der maroden Brücke vor zehn Jahren eine rasche Lösung. Da war und ist der Nordwestkreis in der Verantwortung: Denn die Hauptverkehrsstraße an historischer Stelle ist bis heute eine Kreisstraße, die Umleitung verläuft über die Gemeindestraße Nienmarker Damm. Das soll nach den Straßenerneuerungen getauscht werden.

Auf der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung stimmten die Cramonshagener diesem Vorgehen zu. Auf der nächsten Sitzung am 16. November gibt es dazu weitere Informationen.

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