Nach der Sprengung : Brücke weg – Verkehr rollt

Jetzt verschwinden die Reste der gesprengten Stadionbrücke. Mit schwerer Technik räumen Mitarbeiter der Firma Abbruch Büchert die Rampen weg.
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Jetzt verschwinden die Reste der gesprengten Stadionbrücke. Mit schwerer Technik räumen Mitarbeiter der Firma Abbruch Büchert die Rampen weg.

Experten werten Umleitung aus, begutachten Gebäude und Künstler entwickeln innovative Ideen

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01. Dezember 2014, 22:00 Uhr

Maßarbeit: Nachdem bereits die Sprengung der Stadionbrücke wie am Schnürchen klappte, erfolgte auch die Verkehrsfreigabe auf der Ludwigsluster Chaussee gestern exakt nach Zeitplan (SVZ berichtete). Nun haben die Nacharbeiten begonnen.

„Wir sind sehr zufrieden, dass der Abriss der Stadionbrücke ohne Zwischenfälle erfolgt ist. Ob die Sprengung Schäden an Gebäuden verursacht hat, wird derzeit von Sachverständigen vor Ort geprüft. Erste Vorabmeldungen klangen aber beruhigend“, resümiert der Leiter des Amtes für Verkehrsmanagement, Dr. Bernd Smerdka. Anwohner aus der evakuierten Gefahrenzone wie Ingo Kallweit hatten die Explosion aus sicherer Entfernung gelassen beobachtet. „Ich habe keine Angst, dass etwas passiert sein könnte, die Sprengung war so akribisch vorbereitet worden“, sagte der Künstler. Und er hatte gleich eine Idee: Er sammelte Betonbruchstücke, um sie zu Kunstwerken zu verarbeiten, etwa für einen Pokal für das Drachenbootfest.

Ausgewertet hatte Amtsleiter Smerdka mit Vertretern der Polizei und des Nahverkehrs bereits das Verkehrschaos vom Donnerstag, als zur Vorbereitung der Sprengung die Ludwigsluster Chaussee voll gesperrt worden war und sich Mega-Staus gebildet hatten. Dabei sei aufgefallen, dass in Schwerpunktbereichen wie in der Stellingstraße und an der Kreuzung Stellingstraße/Graf-Schack-Allee vor allem Autos mit auswärtigen Kennzeichen registriert wurden. „Die Schweriner haben sich an unsere Umleitungsempfehlungen gehalten, die Auswärtigen aber weniger“, berichtet der Amtsleiter. „Als sich der große Stau abzeichnete, haben wir Alternativen durchdiskutiert, wie etwa das Abschalten der Ampel an der Kreuzung Stellingstraße/Graf-Schack-Allee oder eine Verkehrsregelung per Hand. Beides wurde aus Sicherheitsgründen verworfen“, berichtet Smerdka. Der Knotenpunkt des Schienenersatzverkehrs sei – bedingt durch die Wendeschleife Jägerweg – nunmal diese Kreuzung, die zudem ein intensiv genutzter Schulweg sei. Geprüft werde jedoch, gegebenenfalls die Einbahnstraßenregelung für die Lennéstraße und den Schleifmühlenweg aufzulösen – wie zur Buga. „Dazu gibt es wegen des Gefahrenpotenzials für Fußgänger aber geteilte Auffassungen“, so Smerdka.

Ebenso wie zur Notwendigkeit eines Brückenneubaus. „Wir werden in den nächsten Tagen wie versprochen Verkehrszählungen im Kreuzungsbereich Osterberg und in der Stadionstraße durchführen“, kündigt Dr. Bernd Smerdka an.

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