Radwegenetz Schwerin : Brücke vom Dwang wird gebaut

Die Visualisierung zeigt die 92 Meter lange Brücke über den Ostorfer See.
Die Visualisierung zeigt die 92 Meter lange Brücke über den Ostorfer See.

Arbeiten sollen noch in diesem Jahr beginnen und der Radfernweg Hamburg-Rügen im Herbst 2019 auf dem Stadtgebiet genutzt werden

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02. Februar 2018, 05:00 Uhr

Was als Idee schon vor der Bundesgartenschau 2009 auf der Wunschliste Schwerins stand, kann jetzt dank einer 90-prozentigen Gesamtförderung durch das Land in die Tat umgesetzt werden: Der Brückenschlag zwischen den Halbinseln Dwang und Krösnitz durch eine Radwegbrücke über dem Ostorfer See soll im August beginnen. Der beim Bau des Radweges federführende, städtische Eigenbetrieb SDS wird den Brückenbau in Kürze ausschreiben. Der Zuschlag für die Brücke vom Dwang soll bereits im April erteilt werden. Das Bauwerk soll bis Juli 2019 fertig sein.

Doch schon weit vorher hatte die kleine Brücke für Schlagzeilen gesorgt – und zwar im Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler: „Es gibt bereits einen Radweg um den See herum, der keine 1000 Meter länger ist. Die Abkürzung würde nicht einmal fünf Fahrminuten sparen“, bezweifelte der Steuerzahlerbund den Nutzen des neuen Radweges „Hamburg-Rügen“, dessen Bestandteil die 1,8 Millionen Euro teure Brücke wird. Nur dadurch ist die so hohe Förderung erst möglich.

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Nun wird dennoch gebaut. Die 3,30 Meter breite und 92 Meter lange Radwegbrücke wird aus vorgefertigten Stahlsegmenten bestehen, die mit Hilfe von Kränen auf Stahlpfeiler im Ostorfer See gesetzt werden. Die Bauleistungen für den Uferweg und die Wegeanbindung auf der Krösnitz werden parallel zu den Brückenbauarbeiten ausgeschrieben, so dass dieser naturnahe, touristische Radverbindungsweg zwischen dem Radfernweg Hamburg-Rügen und dem Residenzstädte-Radrundweg im Herbst 2019 fertiggestellt werden kann.

„Über keinen anderen Radweg in der Landeshauptstadt wurde so gründlich und so leidenschaftlich diskutiert. Ich bin froh, dass er kommt. Aktives Naturerlebnis steht bei unseren Gästen und auch bei den erholungsuchenden Schwerinern hoch im Kurs. Unsere wunderschöne Kulturlandschaft und das Wechselspiel von Land und Wasser sind wichtige Gründe, hier Urlaub zu machen. Deshalb ist es höchste Zeit, dass sich Schwerin besser mit den viel befahrenen, überregionalen Radfernwegen vernetzt und dafür sorgt, dass diese Touristengruppe nicht an Schwerin vorbei fährt, sondern durch die Stadt hindurch, um hier auch zu verweilen“, beschreibt Oberbürgermeister Rico Badenschier den Ansatz der der touristischen Entwicklungskonzeption.

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