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21. November 2017 | 01:59 Uhr

Briefbombe im Schweriner FDP-Wahlkreisbüro

vom

svz.de von
erstellt am 14.Mär.2012 | 11:49 Uhr

Feldstadt | Helle Aufregung gestern in der Goethestraße. Im Wahlkreisbüro von Christian Ahrendt, Schweriner FDP-Bundestagsabgeordneter und Parlamentarischer Geschäftsführer der Bundestagsfraktion landete eine Briefbombe. Als sein Mitarbeiter Thomas Heldberg am Nachmittag die Post für den Parlamentarier durchsah, fiel ihm ein Briefumschlag in die Hände, der etwas dicker war als die üblichen. "Er fühlte sich zwar irgendwie komisch an, schien mir aber nicht verdächtig", berichtet Heldberg. An der Anschrift "BTM Christian Ahrendt" habe er sich nicht gestört, auch sei ein Absender vorhanden gewesen - eine Karlsruher Adresse. Ungewöhnlich sei nur ein Zusatz auf dem Umschlag gewesen: "Dringende Information für die Bundesversammlung" stand darauf, erinnert sich der Wahlkreismitarbeiter, der zugleich Generalsekretär der FDP in Mecklenburg-Vorpommern ist und Kreisvorsitzender in Ludwigslust. "Also habe ich ihn mit einem Brieföffner aufgemacht. Doch als plötzlich ein weißes Pulver und Schrotkugeln heraus rieselten, habe ich ihn erstmal weggelegt", schildert Thomas Heldberg. Er habe einen makabren Scherz vermutet.

Doch dann kam per E-Mail eine Warnung aus der Berliner Parteizentrale, dass mehrere FDP-Bundestagsabgeordnete verdächtige Post erhalten hätten. Die Bundeszentrale riet, sofort die Polizei zu alarmieren, was Heldberg auch tat. Die Beamten indes riefen sofort den Kampfmittelbeseitigungsdienst, der den Umschlag mit dem unbekannten Inhalt sicher abtransportierte, um ihn später zu analysieren. Es war nach Recherchen unserer Zeitung der einzige Fall im Mecklenburg-Vorpommern.

Bestätigen konnte das Innenministerium dies indes nicht, denn dort war gestern Abend noch nichts bekannt von den Briefbomben-Attacken. Auskunft darüber, ob der Staatsschutz in diesem ungewöhnlichen Bedrohungsfall eingeschaltet wird, konnte ein Sprecher des Ministeriums gestern noch nicht geben.


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