Schwerin : Brandursache ungeklärt

In der Wohnung im zweiten Stock geschah das Unglück.
In der Wohnung im zweiten Stock geschah das Unglück.

Nach Feuer in der Flensburger Straße: Welle der Hilfsbereitschaft

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31. Dezember 2019, 05:00 Uhr

Der Brand in der Flensburger Straße, bei dem ein Mann durch die Flammen und einen Sturz schwer verletzt wurde, ist noch nicht aufgeklärt. Die Staatsanwaltschaft hat die Wohnung versiegelt und schickt einen Brandgutachter, der ermitteln soll, ob es sich um einen technischen Defekt oder um unsachgemäßen Umgang mit Feuer handelt. Auch eine vorsätzliche Brandstiftung sei nicht auszuschließen.

Dabei soll das Szenario eine Vorgeschichte haben. Schon tags zuvor hatte es in der gleichen Wohnung gebrannt. Der Mann, der hierbei offenbar unsachgemäß mit Feuer umgegangen war, musste in die Helios Kliniken. Auf eigenen Wunsch konnte er jedoch wieder entlassen werden. Jetzt kam es schlimmer. Für ihn und auch für die Nachbarn, deren Wohnungen durch Rauch und Wasserschäden jetzt in Mitleidenschaft gezogen wurden. Zum Zustand des Mannes, der nach schweren Verbrennungen aus der Wohnung in Richtung Korb der Drehleiter sprang, diese verfehlte und abstürzte, ist unterdessen nichts bekannt.

„Es waren ganz schlimme Bilder“, sagt WGS-Geschäftsführer Thomas Köchig, der sich derzeit um Hilfe für alle Geschädigten im Block kümmert. „Ich habe mich mit einem sehr jungen Feuerwehrmann unterhalten, der bei seinem ersten Einsatz war. Die Bilder, dass ein Mann beinahe verbrennend aus dem Fenster springt, wird er nicht vergessen“, so Köchig. Sein Dank gilt vor allem allen Einsatzkräften, bei denen er kein Fehlverhalten erkannt haben will. Auch Stephan Jakobi, der Leiter der Schweriner Berufsfeuerwehr, äußert sich klar: „Auch rückblickend können wir sagen, dass wir keinen Fehler in unserer Handlungskette sehen“, so Jakobi.

Für die Geschädigten hingegen gibt es derzeit vor allem in sozialen Netzwerken eine Welle der Hilfsbereitschaft. „Ich finde, das zeigt Menschlichkeit und tut gut“, sagt Köchig. Doch derzeit seien solche Aktionen zu unkoordiniert. Die am schlimmsten betroffenen Mietparteien hätten bereits 1000 Euro in bar erhalten, um jetzt Kleidung oder ähnliches zu kaufen. „Am Freitag wird schon die Versicherung vor Ort sein und dann sollen Schäden möglichst schnell reguliert werden“, sagt Köchig.

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