Goldenstädt : Brandstifter wieder aktiv

Qualmende Strohreste vor den Überresten der vor einem Jahr zerstörten Scheune
Qualmende Strohreste vor den Überresten der vor einem Jahr zerstörten Scheune

Strohlager neben Goldenstädter Rinderstall zerstört – genau ein Jahr nach verheerendem Feuer

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30. November 2014, 16:28 Uhr

Ein gutes Jahr hatten die Landwirte und Feuerwehrleute von Goldenstädt Ruhe: Aber in der Nacht zu Sonntag brannten wieder Strohballen, erneut auf dem Gelände der Genossenschaft. Ein Lager mit rund 1500 Strohballen mit einem Wert von etwa 5000 Euro wurde vernichtet. Und das genau an der Stelle, an der im November 2013 eine massive Scheune voller Stroh niederbrannte. Es war Brandstiftung, bis heute ist der Fall nicht aufgeklärt.

Das aktuelle Feuer wurde am Sonnabend gegen 23.30 Uhr bemerkt: Autofahrer auf der A 14 hatten den Feuerschein gesehen und die Polizei alarmiert. Die Goldenstädter und die Mirower Feuerwehr rückten aus. Später kamen Kameraden aus anderen Dörfern hinzu. Die Strohmiete wurde gar nicht gelöscht. Die Feuerwehrleute beschränkten sich auf die Sicherung des nahen Stallgebäudes mit Zuchtbullen und Jungrindern. Das Stroh ließen sie kontrolliert abbrennen. In den Morgenstunden war alles wieder sicher, auch wenn der Wind noch bis zum Mittag für ein leichtes Aufflackern der Flammen und Rauchentwicklung sorgte. Währenddessen untersuchte die Kripo die Brandstelle. Denn auch dieses Mal wird von Brandstiftung ausgegangen.

Reiner Kluth, Landwirt und zugleich Feuerwehrmann, zeigte sich gestern trotz des großen Schreckens gefasst. „Die mit der Versicherung abgesprochenen Vorsichtsmaßnahmen haben uns geholfen“, betonte Kluth. So legen die Goldenstädter statt einer großen nun mehrere, kleine Strohmieten an. Und diese stehen in sicherer Entfernung zu den Ställen, damit die Tiere nicht unmittelbar gefährdet werden. Aber es war sicher kein Zufall, dass in der Nacht zu Sonntag das größte Strohlager neben dem Rinderstall angezündet wurde.

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