Crivitz : Brandschützer retten bald mit Drohnen

Amtswehrführung beteiligt sich an Pilotprojekt und bekommt 10 000 Euro aus dem Strategiefonds

svz.de von
16. April 2019, 07:45 Uhr

Crivitz | Die Brandschützer des Amtes Crivitz bekommen demnächst Unterstützung aus der Luft. Denn Amtswehrführung ist einer von zwei Akteuren eines landesweiten Pilotprojektes. Die Wehren des Amtes Crivitz und der Landkreis Rostock werden mit einer Drohne ausgestattet. „Wir hatten schon lange den Wunsch und bekommen nun Dank der Unterstützung der SPD-Landtagsabgeordneten Thomas Schwarz und Ralf Mucha jetzt einen Zuwendung aus dem Strategiefonds“, erklärt der Crivitzer Amtswehrführer Markus Eichwitz. Jeweils 10 000 Euro werden aus dem Strategiefonds für die Anschaffung einer Drohne bereitgestellt. Damit soll die Lage bei Großschadensereignissen wie Waldbränden und größeren Feuern, aber auch bei der Suche nach Vermissten unterstützt werden. „Bislang mussten wir die Polizei und deren Hubschrauber anfordern, wenn wir vermisste Personen gesucht haben. Mit Drohne ist es uns dann auch selbst möglich“, sagt Eichwitz. Denn das Flugobjekt soll mit einer Wärmebildkamera ausgestattet werden.

Der Crivitzer Amtswehrführer hofft, das technische Hilfsmittel noch in diesem Sommer einsetzen zu können. „Wir haben 482 Quadratkilometer zu betreuen und davon ist ein Großteil Wald. Aktuell ist in allen Forstämtern im Land die Waldbrand-Gefahrenstufe drei“, sagt Eichwitz. Er geht davon aus, dass auch in diesem Sommer Waldbrände auftreten und zu löschen sind: „Die Drohne gibt uns dann einen guten Überblick, der sonst nur mit viel Personal zu erreichen ist, das wir wiederum gerade am Tag nicht haben.“ Zudem sei es sicherer, bei Bränden eine Drohne einzusetzen. Das Geld reiche aus, um die erforderliche Technik anzuschaffen. In den nächsten Tagen will Markus Eichwitz mit dem Rostocker Feuerwehr-Chef über die Details sprechen. „Es wäre sinnvoll, ein baugleiches Modell anzuschaffen. Das spart dann auch bei Aus- und Weiterbildungen“, sagt Markus Eichwitz mit dem Verweis auf Einsparpotenziale. „Das wird alles mit Steuergeldern finanziert und mit denen gilt es achtsam umzugehen. So hofft er, dass das Geld reicht, um auch zunächst zwei oder drei Kameraden im Umgang mit der Technik zu schulen. Denn ein Drohnenführerschein ist erforderlich.

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