Schwimmen leicht gemacht : Borwin läuft übers Wasser

Mutprobe und Gleichgewichtstraining: Borwin schafft es aufrecht bis ans Ende der Matte und springt ins Wasser. Fotos: Werner Mett (2)
Mutprobe und Gleichgewichtstraining: Borwin schafft es aufrecht bis ans Ende der Matte und springt ins Wasser. Fotos: Werner Mett (2)

Vorschulkinder aus der Retgendorfer Kita entdecken in der Lübstorfer Klinik das nasse Element für sich

svz.de von
27. März 2014, 15:00 Uhr

Wenn es von der Retgendorfer Kita „Für alle“ rüber nach Lübstorf in die Schwimmhalle der AHG-Klinik geht, wollen inzwischen alle Vorschulkinder mit. „Das sind aber zu viele. Wir können immer nur eine Gruppe mit sieben Kindern mitnehmen“, erzählt Irina Schwepfinger. Das erste Ziel des Projektes „Wassergewöhnung“ ist nämlich schon erreicht: Die Mädchen und Jungen haben keine Angst mehr vor dem nassen Element. Sie haben sichtbar Spaß am Plantschen und Toben im Schwimmbecken.

„Das ist ganz wichtig und hilft, wenn die Mädchen und Jungen später schwimmen lernen“, betont Rolf Stiehler. Der Rettungsschwimmer vom ASB-Kreisverband Schwerin-Parchim begleitet das Projekt auch in diesem Jahr wieder. Und während Stiehler am Beckenrand steht und alles im Blick hat, übt Irina Schwepfinger im Wasser mit ihren Schützlingen Bewegungsabläufe. „Das machen die Frauen richtig gut“, lobt Stiehler. Irina Schwepfinger wechselt sich bei den wöchentlichen Kursen mit ihrer Kollegin Katharina Goosmann ab.

Natürlich werden auch Schwimmzüge geübt. Doch in erster Linie geht es darum, den Kindern ein Gefühl fürs Wasser zu vermitteln, erläutert Irina Schwepfinger. Wassertreten, sich auf eine Schwimmmatte hieven oder hoch an den Beckenrand ziehen – all das wird trainiert. Die Kinder entdecken, dass das Wasser trägt. Und das gilt nicht nur beim „toten Mann“. Die Mutigen laufen sogar übers Wasser – über eine Matte, die auf der Wasseroberfläche liegt. „Wer sich das nicht traut, darf natürlich auch auf allen Vieren krabbeln“, erläutert die Erzieherin, die Hilfestellung gibt. Doch Borwin macht vor, wie es allein geht: Er rennt volles Tempo über die Matte und springt ins Becken. Dass der Sechsjährige auf dem schwankenden Untergrund das Gleichgewicht halten und die Bewegungen koordinieren muss, weiß der Junge nicht. Er hat Spaß und zeigt Mut – und übt alle diese Dinge ganz nebenbei.

Nach und nach erobern die Kinder das nasse Element, machen es zu ihrem Element. Aber noch sind die Vorschulkinder keine Freischwimmer. „Es sind zwar einige Kinder dabei, die schon schwimmen können. Doch das ist die Ausnahme“, weiß Rolf Stiehler. Und die Fünf- und Sechsjährigen haben auch noch Zeit, um Seepferdchen und Schwimmstufen abzulegen. Rolf Stiehler ist sich aber sicher, dass die Mädchen und Jungen aus der Retgendorfer Kita darauf bestens vorbereitet sind.

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