Statik-Probleme : Bootshäuser sollen nicht umkippen

Die Statik wird geprüft, damit die  Schuppen sicher stehen. An- und Umbauten an den Bootshäusern am Ziegelaußensee haben zusätzliche Lasten in die Konstruktion gebracht.
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Die Statik wird geprüft, damit die Schuppen sicher stehen. An- und Umbauten an den Bootshäusern am Ziegelaußensee haben zusätzliche Lasten in die Konstruktion gebracht.

Wassersportverein Ziegelaußensee sorgt sich um den Zustand der rund 40 Jahre alten Anlagen und fordert Sanierungen

svz.de von
15. Juli 2014, 23:50 Uhr

Nachdem die SVZ über Probleme mit der Standsicherheit einiger der mehr als 2000 Bootshäuser an den Schweriner Seen berichtet hatte, melden sich jetzt die Mitglieder des Wassersportvereins Ziegelaußensee Schwerin zu Wort. Sie betonen, dass die Thematik Sicherheit im Verein eine hohe Priorität hat und besondere Aufmerksamkeit genießt.

Peter Gerth, Vorsitzender einer Bootshausgruppe des Vereins, verweist auf entsprechende Aktivitäten. Diese wurden vom Vorstand initiiert und auf der Mitgliederversammlung im Mai beschlossen. Denn die Standsicherheit einiger Bootsschuppen am Ziegelaußensee hat offenbar Anlass zur Sorge gegeben. In dem Beschluss heißt es: „Durch zunehmende Modernisierungsausbauten in den Bootshäusern, wie Balkonanbauten, installierte Dusch- und Sanitärräume sowie zusätzliche Dämmungen und Verkleidungen, aber auch in der Bootshauskonstruktion aufgehängte schwergewichtige Boote wird die Statik immer mehr über die ursprüngliche Nutzung hinaus belastet.“ Und weiter heißt es: „Dieser Entwicklung steht aber oft ein durch jahrelange Verwitterung verursachter, sehr schlechter Zustand der Gründungspfähle beziehungsweise Pfahlköpfe einzelner Bootshäuser kritisch entgegen.“ Die Bausicherheit der Bootshäuser sei dadurch teilweise schon „erheblich belastet“.

Bis zum 1. Oktober müssen die Bootshausbesitzer nun einen Statiknachweis vorlegen, wenn sie Boote, die mehr als 500 Kilogramm wiegen, wieder im Bootsschuppen aufhängen. Außerdem muss die Expertise einer Fachfirma über den Zustand der Pfähle vorgelegt werden. „Da es nur zwei Firmen in Schwerin gibt und damit keine echte Konkurrenz, wird das eine teure Angelegenheit“, sagt Peter Gerth.

Unterdessen sind bereits einige Bootshausbesitzer dabei, die Gründungspfähle zu erneuern und die Holzkonstruktionen zu verstärken. „Mit den zuständigen Ämtern der Stadt gibt es hier gute Kontakte und regelmäßige Abstimmungen und Konsultationen“, sagt Peter Gerth. „Denn kein Bootshauseigentümer in unserem Verein hat ein Interesse, dass die Bausubstanz seines Bootsschuppens in Gefahr gerät.“

Das trifft auch auf den Brandschutz zu. Nachdem vor einigen Jahre eine Bootshausgruppe ein Raub der Flammen geworden war, legt der Vorstand ein besonderes Augenmerk auf die Brandsicherheit. „In allen Bootshäusern müssen Feuerlöscher vorhanden sein, und es gibt große Außenlöscher“, sagt Vereinsvorsitzender Andreas Zähle. „Die werden regelmäßig geprüft.“ Außerdem gibt es mit dem Uferweg jetzt auch eine Feuerwehrzufahrt. „Wir werden alles tun, um unsere Bootshäuser lange zu erhalten“, so Zähle.

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