Finanzamt evakuiert : Bombe entpuppte sich als Radnabe

Nach der Entwarnung kehrten die evakuierten Mitarbeiter des Finanzamtes in der Stellingstraße wieder an ihre Arbeitsplätze zurück.
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Nach der Entwarnung kehrten die evakuierten Mitarbeiter des Finanzamtes in der Stellingstraße wieder an ihre Arbeitsplätze zurück.

Bauleute entdeckten bei Erdarbeiten am Finanzamt einen Gegenstand, der wie eine Tellermine aussah: 150 Mitarbeiter vorsorglich evakuiert

svz.de von
28. Juli 2014, 21:15 Uhr

Bombenalarm gestern Vormittag auf dem Gelände des Finanzamtes in der Johannes-Stelling-Straße: Bauleute hatten bei Erdarbeiten für das Fernwärmenetz einen Gegenstand gefunden, der wie eine Tellermine aussah. Rund 150 Mitarbeiter des Finanzamtes wurden gegen 10.30 Uhr vorsorglich evakuiert. Polizei und Feuerwehr waren vor Ort. Doch die Entwarnung kam schnell: Die vermeintliche Bombe entpuppte sich als verwitterte Radnabe.

„Das Gewicht hat mir sofort verraten, dass es sich in diesem Fall nicht um eine Mine handelt“, sagte Burkhard Pohl vom Munitionsbergungsdienst. Eine Tellermine bestehe aus einer Blechhülle, die mit Sprengstoff gefüllt sei. „Der gefundene Gegenstand ist aus Eisen und bedeutend schwerer“, so Pohl. Die Ähnlichkeit mit einer deutschen Mine aus dem Zweiten Weltkrieg sei sei allerdings frappierend.

Hätte es sich tatsächlich um eine Tellermine gehandelt, dann wäre eine Sprengung vor Ort unumgänglich gewesen, erklärte der Experte. „Eine Mine enthält mehr als zehn Kilogramm Sprengstoff.“ Aus Sicherheitsgründen hätten für die Aktion noch Häuser weit über das Finanzamt hinaus geräumt werden müssen.

Ende des Zweiten Weltkriegs seien viele militärische Objekte noch vermint worden, berichtete Pohl. Es wäre also durchaus möglich, dass rund um das Schweriner Finanzamt, einer ehemaligen Kaserne, noch Sprengsätze im Boden lauerten. Gestern hatten Anwohner und Passanten aber Glück: Die Johannes-Stelling-Straße war nur für wenige Minuten gesperrt. Die Mitarbeiter des Finanzamtes konnten schnell wieder an die Arbeit zurückkehren. Sie nahmen die Evakuierung gelassen. „Es gab keine Panik“, berichtete Amtsleiter Jürgen Wendt.

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