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Gefährliches spiel : Böller verletzt 14-Jährigen schwer

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Nach Knallerei mit Freunden im Wald muss ein 14-Jähriger an der Hand operiert werden.

svz.de von
erstellt am 17.Mai.2014 | 08:00 Uhr

Dummheit, gefährlicher Experimentierdrang oder ein neuer Mutproben-Trend? Im Waldstück nahe des Bauspielplatzes explodierte ein Böller, der einem 14-Jährigen die Hand so schwer verletzte, dass er wahrscheinlich dauerhafte Schäden davontragen wird. Nach einer Not-Operation befindet sich der Junge noch im Krankenhaus. Die Schweriner Polizei ermittelt noch, wie es zu dem Unfall kommen konnte – und was genau in die Luft geflogen ist. Die Möglichkeiten reichen vom illegalen „Polen-Böller“ bis zum selbstgebauten Mega-Knaller aus Restbeständen von Silvester.

Ereignet hatte sich der schwere Unfall kurz nach halb vier am Montagnachmittag. Der 14-Jährige war mit einigen gleichaltrigen Freunden im Wald, soll nach Zeugenaussagen den Knallkörper mit einem Stück Stoff angezündet haben. Die folgende Detonation riss ihm Teile der Hand ab, so die Polizei. Mitarbeiter des benachbarten Bauspielplatzes konnten schnell erste Hilfe leisten, bevor die Notärztin kam und der Schüler in die Helios-Kliniken gebracht wurde. Präventionsbeamtin Heidi Liebmann: „Eine so massive Verletzung durch Böller habe ich hier in Schwerin noch nicht erlebt.“ Sie ist bereits im Umfeld des Jungen aktiv, besuchte den Bauspielplatz, hat sich für nächste Woche in der Schule des 14-Jährigen angekündigt. „Wir werden Experten vom Munitionsbergungsdienst dabei haben und über die Gefahren von Knallern, aber auch über das Sammeln von alter Munition sprechen“, so Liebmann. Im Umfeld des 14-Jährigen werde gemunkelt, dass er schon früher gerne mit Pyrotechnik gewerkelt hat. Ein Einzelfall oder mehr? „Womöglich ist das Knallen in Schwerin ein neuer Jugendtrend, so wie es vor Jahren einmal das Basteln von Flammenwerfern aus Spraydosen und Feuerzeugen war“, sagt die erfahrene Polizistin. In diesem Falle würde sie intensiven Kontakt zu allen Schweriner Schulen suchen und das Thema ganz oben auf die Prioritätenliste setzen.

 

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