Gut versorgt : Blutkrebs besser behandeln

Neueste Technik: Chefarzt Ahmet Elmaagacli (l.) zeigt Kliniken-Geschäftsführer Thomas Rupp die so genannten Perfursoren. Sie versorgen in Intervallen den Patienten mit Medikamenten.
Neueste Technik: Chefarzt Ahmet Elmaagacli (l.) zeigt Kliniken-Geschäftsführer Thomas Rupp die so genannten Perfursoren. Sie versorgen in Intervallen den Patienten mit Medikamenten.

Hämatologisch-onkologische Station hat jetzt für Leukämie-Patienten spezielle Isolationszimmer

svz.de von
17. Dezember 2015, 16:00 Uhr

Seit er Blutkrebs hat, gibt Ex-Außenminister Guido Westerwelle seinem Gegenüber nicht mehr die Hand. Zu hoch ist die Gefahr, dass er sich einen Infekt einfängt. Auch nach Verlassen des Krankenhauses ist das Immunsystem von Leukämie-Patienten äußerst empfindlich. Besonders gefährdet ist es in der Behandlungsphase in der Klinik. Für diese Patienten haben die Schweriner Helios-Kliniken in den zurückliegenden sechs Monaten für stolze 850 000 Euro vier spezielle Isolationszimmer geschaffen, die mögliche Infektionen im Kampf gegen den Blutkrebs ausgrenzen sollen.

Die Zimmer verfügen über ein ausgeklügeltes technisches Hochleistungssystem, das die Atemluft so filtert, dass sie keimarm ist und bestmögliche Reinheit sichergestellt wird. Besonders belastend ist für die Patienten, dass sie während der Stammzelltransplantation wochenlang ihr steriles Zimmer, das sie vor Keimen und damit vor Infektionen schützt, nicht verlassen dürfen, erklärt Prof. Dr. Ahmet Elmaagacli, Chefarzt der Klinik für Hämatologie/ Onkologie und Stammzelltransplantation. Deswegen verfügen die vier Einzelzimmer neben freiem Internet und einem Fernseher auch über Ergometer und einer zum Teil spektakulären Aussicht über den Ziegelaußensee.

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