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"Projekt Blume" gestartet : Blumige Grüße in Schwerins Straßen

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Eine kleine Gruppe engagierter Schweriner hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Stadtbild zu verschönern. Dafür verteilen sie ein- bis zweimal pro Woche selbstgestaltete Pflanzenkreationen an öffentlichen Plätzen.

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erstellt am 16.Aug.2013 | 06:11 Uhr

Schwerin | "Blumen sind das Lächeln der Erde" steht auf einem Schriftband geschrieben, das zusammen mit rot blühenden Gladiolen in einem Flechtkorb an einem Laternenmast in der Wallstraße befestigt ist. Direkt daneben hängen weitere farbenfroh bepflanzte Körbe, die ebenfalls kleine Sprüche und Botschaften bereithalten. Die blumigen Grüße sind Teil einer in der Landeshauptstadt bislang einzigartigen Aktion - dem "Projekt Blume".

Eine kleine Gruppe engagierter Schweriner hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Stadtbild zu verschönern. Dafür verteilen sie ein- bis zweimal pro Woche selbstgestaltete Pflanzenkreationen an öffentlichen Plätzen. Das kann ein Treppengeländer sein, eine Statue, aber auch ein Mülleimer. Oder eben eine Laterne. Die schicken Hingucker versehen sie mit kleinen Transparenten, die mit Redewendungen und Wünschen, lobenden Worten oder kritischen Anmerkungen versehen sind. Denn die Blumengrüße sollen nicht nur gut aussehen, sie sollen die Schweriner auch zum Nachdenken anregen. "Wir wollen den Leuten eine freudige Überraschung machen, sie mit Kleinigkeiten zum Lächeln bringen", sagt Jana Döscher. Die 26-jährige Floristin gehört zu den vier Initiatoren des Projektes. Genauso wie Claudia Rodenbeck, ebenfalls Floristin. Beide arbeiten im "Blumenatelier" in der Wallstraße und möchten mit der Aktion auch eine Lanze für ihr Handwerk brechen. "Das ist nicht nur unsere Arbeit, sondern auch unser Hobby und unsere Leidenschaft. Die Leute sollen daran teilhaben können", erklärt Rodenbeck.

Dabei setzen die Damen auf kostengünstige Materialen. "Wir verwenden alte Dosen, Körbe oder Übertöpfe - Gefäße, die zu schade sind zum Wegwerfen oder nicht mehr gebraucht werden. Und wir nehmen das, was wir im Garten finden", erläutert sie.

Die 31-Jährige hat daher nichts dagegen, wenn Schweriner die florale Kunst mit zu sich nach Hause nehmen. "Wenn die Blumen nur wenige Stunden für die Allgemeinheit zu sehen sind und sie dann jemand mitnimmt, ist das in Ordnung. Ich freue mich, wenn sich ein anderer weiter daran erfreuen kann", sagt sie. Rodenbeck würde aber gern erfahren, wo die Sachen gelandet sind. "Die Leute können uns ja über unsere Facebook-Seite ein Feedback geben", fügt sie hinzu.

Über das soziale Netzwerk können sich auch Schweriner melden, die bei dem "Projekt Blume" mitmachen wollen. Jeder sei willkommen, so die Initiatoren.

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