Vandalismus : Blinde Zerstörungswut am Burgsee

Licht aus: 13 dieser Lichtstelen sind am Klingbergplatz zerstört worden.
Licht aus: 13 dieser Lichtstelen sind am Klingbergplatz zerstört worden.

Auf dem Bertha-Klingberg-Platz wurden alle kleinen Lampen zerschlagen – Stadt will Leuchten nicht reparieren, sondern ersetzen

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14. Januar 2016, 12:00 Uhr

Vandalismus pur: Auf dem Bertha-Klingberg-Platz sind im Eingangsbereich an der Graf-Schack-Allee sämtliche hüfthohen Lichtstelen zerschlagen worden. Die „normal“ hohen Lampen blieben verschont. „Das Ganze ist in den vergangenen drei, vier Wochen passiert“, weiß der Fachdienstleiter Verkehrsmanagement, Bernd-Rolf Smerdka, zu berichten.

Es ist nicht das erste Mal, dass auf dem Platz am Burgsee die niedrigeren Lampen beschädigt wurden. „Das kommt ständig vor“, sagt Smerdka. „Offenbar haben die Lampen die ,richtige‘ Höhe, um dagegen zu treten oder mit einer Bierflasche dagegen zu schlagen.“ Die Stadt erstattet jedes Mal Anzeige gegen Unbekannt – gefasst wurden die Täter bisher noch nie.

Bislang hat das Verkehrsmanagement die Lampen immer reparieren lassen, was mit hohen Kosten verbunden war. Diesmal aber möchte die Verwaltung einen anderen Weg gehen. „Wir wollen die niedrigen Lampen durch hohe, wie sie auch sonst auf dem Bertha-Klingberg-Platz stehen, ersetzen“, kündigt Bernd-Rolf Smerdka an. Doch so einfach ist das nicht. Weil der Platz mit Fördermitteln gebaut wurde, muss er im Grunde für 25 Jahre in der ursprünglichen Form erhalten bleiben und dem Förderzweck entsprechend genutzt werden, das heißt als öffentlicher Veranstaltungsplatz. „Wir haben beim Wirtschaftsministerium den Antrag gestellt, die zerstörten Lampen durch andere Lichtstelen zu ersetzen. Mit der Umrüstung können wir erst beginnen, wenn wir die Genehmigung haben.“

Auch anderswo in der Stadt werden immer wieder Lampen zerstört. „Wenn beispielsweise in der Sport- und Kongresshalle was los war oder bei anderen Großveranstaltungen mit Alkoholausschank kann man förmlich nachverfolgen, wo Einzelne lang gegangen sind, die zu viel Kraft hatten“, sagt der Fachdienstleiter. Allerdings sei der Umfang der Zerstörungen bei den normalen Straßenlampen deutlich geringer als jetzt am Burgsee.

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