Schweriner Biohof stellt sich vor : Bio-Brote für den ganzen Norden

Bäcker Christian Fries zeigt die Getreide-Mühle.
Bäcker Christian Fries zeigt die Getreide-Mühle.

Beim Hoffest in Groß Medewege feiert die Mühlenbäckerei ihren 20. Geburtstag

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29. September 2017, 12:00 Uhr

Aus einem kleinen Projekt ist ein Großunternehmen geworden: Der Biohof Medewege, gegründet von zwei Familien Mitte der 90er-Jahre, beherbergt heute zahlreiche Betriebe, Projekte und Initiativen. Auf 350 Hektar Land treffen Landwirtschaft, Handwerk, Kunst, Kultur und Bildung aufeinander, bieten Beschäftigung für etwa 120 Personen. Derzeit leben 35 Erwachsene und 35 Kinder auf dem Hof.

Einmal im Jahr öffnen viele der Betriebe ihre Türen und laden ein zur großen Feier. Am Sonnabend ist es wieder so weit. Die kleinen Gäste erwarten ab 11 Uhr Strohburg, Kutschfahrten, Reit-Show, Treckerfahrten, Kürbisschnitzen, Specksteinschleifen und Märchen. Für die Erwachsenen gibt es neben Musik und Bio-Essen Führungen durch die Gärtnerei, den Hof, die Landwirtschaft und den Waldorfkindergarten.

Besonders häufig präsentiert sich die Mühlenbäckerei. Sie feiert nämlich 20-jähriges Bestehen. Bäcker Christian Fries hat aus einem Ein-Mann-Betrieb im Bauernhaus einen Großbetrieb mit mehr als 70 Mitarbeitern gemacht. In der umgebauten Halle neben dem Hofladen werden täglich 1500 Brote, 4000 Brötchen, 1500 Stücke Kuchen und 500 Stücke Pikantes gebacken. Sie werden geliefert nach ganz Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen. In Schwerin und in Rostock hat Christian Fries inzwischen zwei eigene Verkaufs-Filialen, in Lübeck und Schwerin zwei Cafés. Ein Steinbackofen, ein Etagenofen und zwei Stikkenöfen bilden das Herzstück der Bäckerei. Verarbeitet werden hier Roggen und Weizen vom eigenen Bio-Hof – wichtiges Merkmal eines Demeter-Produktes. Weil die Bäckerei im Laufe der Zeit allerdings so groß geworden ist, wird Dinkel und Emmer Getreide aus Fredeburg zugekauft. In Medewege wird alles in der Steinmühle frisch vermahlen – 110 Tonnen Roggen und 40 Tonnen Weizen, 100 Tonnen Dinkel und 7 Tonnen Emmer Getreide im Jahr. Schulklassen können hier den Weg vom Korn zum Brot miterleben. Auch am Sonnabend wird es Rundgänge durch die Bäckerei geben und zwar um 11, 13 und 14.30 Uhr, bevor um 15 Uhr Christian Fries selbst auf die Bühne tritt und über seine Leidenschaft spricht. In diesem Jahr wurde seine Mühlenbäckerei als Finalist beim Großen Preis des Mittelstandes ausgezeichnet.

Drei Azubis lernen in Groß Medewege das Handwerk des Bäckers oder Konditors. Gearbeitet wird dort übrigens in mehreren Schichten, die Konditoren starten nachts gegen halb zwei, die Teigmacher für die Bäckerei um 10 Uhr und die Bäcker um 15 Uhr. Das frische Bio-Brot ist gegen Mitternacht fertig.

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