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Fast 2 Mio. Euro ausgegeben : Bildungspaket: Nachfrage steigt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Land verzeichnet mehr Ausgaben, um Kinder und Jugendliche zu fördern

von
erstellt am 13.Aug.2014 | 08:00 Uhr

Schweriner Familien greifen vermehrt auf das Bildungs- und Teilhabepaket zurück. Das geht aus einer Antwort des Sozialministeriums MV auf eine Anfrage der Linke-Landtagsfraktion hervor. Demnach hatte die Landeshauptstadt im vergangenen Jahr mit etwa 1,95 Millionen Euro rund 100 000 Euro mehr abgerufen, als noch im Jahr 2012. Die Auszahlungen würden entsprechend der „geprüften Nachweise der Landkreise und kreisfreien Städte im Jahr 2012 insgesamt 27 134 766 Euro und im Jahr 2013 insgesamt 30 312 389 Euro betragen“, teilt die Behörde mit.

Taucht der Neugierige etwas tiefer in das Zahlenwerk des Ministeriums ein, stößt er schnell auf eine weitere positive Entwicklung: Schwerin ist es offensichtlich gelungen, die Verwaltungskosten um rund 180 000 Euro zu senken, die unter dem Strich ebenfalls in die direkte Förderung der Kinder und Jugendlichen fließen. Haben Personal und Sachleistungen zu Beginn noch mehr als 380 000 Euro verschlungen, blieben die Ausgaben im Jahr 2013 knapp über der 200 000-Euro-Marke.

Zur Erinnerung: Schwerin war bundesweit eine der ersten Städte, die sich mit der Verteilung des Bildungs- und Teilhabepaketes beschäftigte. Das Lübecker Stiftungsmodell sollte zwar Pate stehen, konnte aber nicht ohne Verluste auf die Stadt der sieben Seen übertragen werden. Hinzu kamen Probleme, das Förderangebot überhaupt bekannt zu machen. Als dann die ersten Antragsfluten die Stadtverwaltung erreichten, stauten sich diese im Büro der Sachbearbeiter. Zu viele Formalitäten, Unklarheiten und personelle Löcher erschwerten die Situation. Was die Berliner Bundestagsabgeordneten gut meinten, drohte sich als Bürokratiemonster zu entpuppen. Inzwischen scheinen die größten Fragen beantwortet zu sein. Das Geld erreicht die angepeilten Stellen. Und ein Vergleich der Kreise und kreisfreien Städte in Mecklenburg-Vorpommern zeigt: Schwerin liegt weiterhin im Mittelfeld, kann allerdings vor allem bei den Verwaltungskosten punkten. Ein beispielhafter Blick nach Rostock zeigt: Die Hansestadt hatte im vergangenen Jahr rund 1,3 Millionen Euro für die Verteilung der Fördergelder ausgegeben. Im Sektor der Schulsozialarbeit bildet Schwerin mit etwa 113 000 Euro das Schlusslicht. Alle anderen Kreise und kreisfreien Städte rufen mehr als das Doppelte ab – bis auf den Landkreis Nordwestmecklenburg mit 200 000 Euro.

Im Fazit hat sich die Schweriner Verwaltung bei der Vergabe der Förderung augenscheinlich verbessert – unter der Voraussetzung, dass sich der anfänglich aufgetauchte Fehlerteufel nicht tiefer in das Zahlenwerk des Ministeriums eingegraben hat.

 

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