Neue Kunst in Wiligrad : Bilderwechsel in Schloss Wiligrad

Thomas Ziegler vor einem seiner letzten Werke.
Thomas Ziegler vor einem seiner letzten Werke.

Sonderausstellung erinnert an verstorbenen Künstler Thomas Ziegler

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09. März 2016, 16:00 Uhr

Er war ein Künstler, der klare Prinzipien hatte und dennoch gern etwas ausprobierte: Thomas Ziegler. Mit einer Sonder-Ausstellung erinnert der Kunstverein Wiligrad an den Ende 2014 verstorbenen Maler und zeigt einen Ausschnitt seines Schaffens. Ziegler lebte nach seinem Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig eine Zeit lang in Schwerin, später im vorpommerschen Netzeband.

Zieglers frühe Arbeiten, realistische und surrealistische, sind stark von der Leipziger Schule geprägt. In altmeisterlicher Lasurtechnik gemalte Porträts, Selbstporträts und Gruppenbilder sind vorherrschend. Bilder aus dieser Phase waren 1982 auf der XII. Biennale de Paris im Centre G. Pompidou zu sehen. Im Inland hatten diese Bilder mit ihren sozialkritischen Aussagen nur geringe Chancen gezeigt zu werden. Mitte der 90er Jahre begann Ziegler auf Rügen mit der Pleinair-Malerei. Mit den Protagonisten Teich, Garten, Küste entstanden innerhalb von 15 Jahren mehr als 70 großformatige Landschaftsbilder. Eines seiner späteren Markenzeichen war unter anderem ein roter Strich am unteren Rand seiner Bilder, der das Gemalte von einer weißen Fläche trennte. Die Werke von Thomas Ziegler sind bereits viel rumgekommen in der Welt, er selbst war es nicht. Auch nach seinem Tod reisen die Werke weiter. Am Sonnabend wird in Wiligrad die Ausstellung „Thomas Ziegler – Malerei Retrospektive“ um 17 Uhr eröffnet.


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