Dobin am See : Bilder zu Gast bei ihren Sammlern

Die Kombination aus Walnussbaum-Holz und Fossilien lässt Ulrike Riemann (l.) staunen. Gemeinsam mit Anke Schmidt hat sie ein breites Spektrum an Kunstrichtungen präsentiert.
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Die Kombination aus Walnussbaum-Holz und Fossilien lässt Ulrike Riemann (l.) staunen. Gemeinsam mit Anke Schmidt hat sie ein breites Spektrum an Kunstrichtungen präsentiert.

Auf dem Hof von Anke und Hans Schmidt ist nicht nur genügend Raum für reichlich kreative Ideen, sondern auch internationale Künstler

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21. Mai 2018, 23:51 Uhr

Große Kunst ins kleine Dorf bringen – das war der Plan von Ulrike Riemann und Anke Schmidt. Am Pfingstwochenende wurde er wahr – eine gelungene Premiere zu Kunst:offen. Denn für zwei Tage zogen Werke von internationalen Künstlern im Carport von Anke und Hans Schmidt ein. „Die Kunst ist zu Gast bei ihren Sammlern“, Ulrike Riemann. Denn Schmidts sind nicht nur gute Freunde, das Buchholzer Paar gehört auch zum Kundenkreis der Berliner „artnow Gallery“. „Seit vielen Jahren fahren wir Pfingsten gemeinsam los, um uns Künstler im ganzen Land anzuschauen. Jetzt wollten wir selbst etwas ausstellen“, erklärt Ulrike Riemann, die mit Felix Brosius vor einigen Jahren die Galerie für zeitgenössische Kunst in der Bundeshauptstadt aus der Taufe gehoben hat. Mittlerweile feiern Beide große Erfolge mit internationalen Künstlern. Einige entdeckt bei der landesweiten Aktion „Kunst offen“.

„Luise von Rohdens Werke haben wir im vergangenen Jahr im Mai gesehen, die erste Ausstellung mit ihr dann im September 2017 organisiert“, erzählt die 35-Jährige. Einige der Arbeiten hat sie auch an diesem Wochenende mit nach Buchholz gebracht. Sie hängen neben Bildern der Londoner Künstlerin Nina Mae Fowler, des bayrischen Malers Massimo Danielis und der Berliner Künstlerin Levke Leiß. Aber auch für die Werke von Anke Schmidt ist Platz. „Ich bin eine Hobby-Künstlerin“, betont sie und versucht kleinzureden, was sie in den vergangenen Jahren an Kunst hervorgebracht hat: Boote aus Holt, Tonkugeln für den Garten, skurrile und amüsante Figuren aus Pappmaschee sowie zahlreiche Strandgut-Kreationen zieren den Garten hinter dem Haus.

„Ich mache das aus Spaß. Wir sammeln gerne Dinge und ich gebe ihnen dann eine neue Form“, erklärt die Lehrerin für Biologie und Chemie. Wenn Anke Schmidt von wir spricht, dann ist auch immer von ihrem Mann Hans die Rede. „Es ist unser Fahrer, unser Technikbeauftragter und Organisator“, erklärt sie. Er nicht zustimmend und verweist auf eine jahrelange Fossilien-Sammelleidenschaft. „Mit Steinen und Maschinen kenne ich mich aus“, sagt der Buchholzer. Geht es dann ans Künstlerische, lässt er seinen „Frauen“ lieber allein. Denn auch Tochter Christine hat die künstlerische Ader. In einem Gartenpavillon hinter dem Haus zaubert sie aus Weidenzweigen und Papier Lampen. Die Füße meist aus Holz und Steinen. „Was es am Ende wird ist vorher nie klar. Ich lasse mich von den Materialien leiten“, erklärt sie.

Neben den Schmidtschen Kunstwerken in verschiedenen Formen und Farben haben auch die Skulpturen von Cousin Tobias Bork – Holzkünstler aus Barth – einen Platz gefunden. „Es ist eine wunderbare Mischung aus hochwertiger Kunst und schönen Dingen, die mit viel Liebe entstanden sind. Eine Idee, die eine Fortsetzung verdient“, sind sich Ulrike Riemann und Anke Schmidt einig.

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