das Unfallrisiko steigt : Biker-Saison startet mit hohem Risiko

Die Hartgesottenen  fuhren trotz Regens schon in die neue Motorrad-Saison.
Die Hartgesottenen fuhren trotz Regens schon in die neue Motorrad-Saison.

Polizei warnt vor vielen Krad-Unfälle im Frühjahr

svz.de von
21. März 2014, 23:44 Uhr

Weil ihre Saison-Kennzeichen meistens vom 1. April an gelten, beginnt die eigentliche Motorradsaison erst in anderthalb Wochen. Trotzdem sind bei dem herrlichen Wetter schon einige Biker unterwegs – auch die ersten toten Kradfahrer hat es auf deutschen Straßen schon gegeben. „Die Zahl der Unfälle, an denen ein Motorradfahrer beteiligt ist, liegt im Frühling besonders hoch“, sagt Schwerins Polizeirevier-Leiter Arne Wurzler. Er bittet alle Verkehrsteilnehmer schon jetzt, sich auf die schnellen Zweiräder einzustellen. Denn obwohl im Stadtgebiet höchsten 70 gefahren werden darf, gab es hier im vergangenen Jahr insgesamt 36 Unfälle mit Bikern. In den zwei Jahren zuvor waren es jeweils 31. Insgesamt 20 Kradfahrer wurden 2013 leicht verletzt und drei schwer. Bei einem Zusammenstoß mit einem Auto, das auf die Lärchenallee abbiegen wollte und das Motorrad dort übersah, starb im August sogar ein 23-Jähriger.

„Im Frühjahr haben wir es mit zwei Problembereichen zu tun“, sagt Wurzler. „Die Biker selbst sind lange nicht draußen gewesen, ihnen fehlt die Übung, sie sind heiß aufs Fahren, überschätzen sich. Im Winterhalbjahr haben einige zudem an ihren Maschinen gebastelt und sie schneller gemacht. Das trifft vor allem auf Roller-Fahrer zu, die nur 50 fahren dürfen, ihr Gefährt aber mit einfachen Handgriffen auf 75 bringen.“ Die Autofahrer als Problembereich zwei hingegen sind die schmalen Flitzer nicht mehr gewohnt, übersehen sie im Rückspiegel beim Linksabbiegen oder Überholen. Erhöhte Aufmerksamkeit und viel Umsicht sei für beide Seiten daher jetzt überlebenswichtig.

Den Motorradfahrern selbst hingegen rät die Polizei, auf illegale Spielereien an ihren Maschinen zu verzichten. Denn das kann teuer werden. Wer beispielsweise den Schalldämpfer aus dem Auspuff entfernt, darf mit 80 Euro Strafe und drei Punkten in Flensburg rechnen. Genauso viel kostet es, an den Zweirädern Xenon-Licht einzubauen oder die Drosselungssätze zu entfernen, um schneller zu fahren. 40 Euro und einen Punkt gibt es für das „nicht vorschriftsmäßige Anbringen des Kennzeichens.“ Besonders beliebt: Hochklappen des Nummernschildes – um beim Blitzen nicht erkannt zu werden.

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