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Erfolgreicher neubeginn : Bibliothek setzt auf „On-Leihe“

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Nach einem Jahr in den Schweriner Höfen orientiert sich die Bücherei auf die Leser der Zukunft

von
erstellt am 24.Okt.2014 | 12:00 Uhr

Entgegen der Voraussagen liegen gedruckte Bücher weiter im Trend. Die dennoch steigende Nachfrage an elektronischen Medien machen Schwerins Stadtbibliothekaren nicht mehr so nervös, wie ihre Direktorin Heidrun Hamann berichtet. Vor zwei Jahren war das noch anders. Damals diskutierte die Stadtpolitik noch, ob sich Schwerin überhaupt eine Bibliothek mit zwei Zweigstellen leisten will. Das historische Haus in der Wismarschen Straße 144 drohte unter der Last der Bücher einzustürzen, der alte Standort wurde unnutzbar für die Bücherei, ein neuer nur schwer auszumachen. Inzwischen haben sich die Schweriner Bücherwürmer und ihre Bibliothekarinnen in den Schweriner Höfen eingelebt. Die Neueröffnung liegt heute genau ein Jahr zurück.

„Wir haben mit 1500 Quadratmetern zwar weniger Raum, aber auch kürzere Wege und unsere Prozesse deutlich effektiver gestaltet“, fasst Heidrun Hamannn die neue Situation zusammen. Die zurück liegenden Jahre seien hart gewesen, hätten die Stadtbibliothek viele Nutzer gekostet. „Aber Ende des Jahres werden wir das wieder wettgemacht und so viele gemeldete Leser haben, wie Ende des Jahres 2011“, so die Direktorin weiter. Sie rechne mit etwa 7500 Angemeldeten.

Mehr als 95 000 Medien finden Schweriner in der Stadtbibliothek: Filme, Musik, Bücher, Zeitschriften und Zeitungen. Ende des Jahres bietet die Ausleihe in der so genannten „On-Leihe“ etwa 10 000 elektronische Medien an. Anfang des Jahres waren es noch rund 7000. „Die Nachfrage wächst, die Nutzer können Filme, Musik und Bücher 24 Stunden am Tag von zu Hause aus abrufen. Dafür müssen sie nur Mitglied bei uns sein“, so Heidrun Hamann. Um Kosten zu sparen, arbeitet die Schweriner Bibliothek mit der Parchimer, Ludwigsluster und Wismarer zusammen. Vor vier Jahren hatte die Bücherei in der Landeshauptstadt den Service eingerichtet. „Die Nachfrage steigt vor allem bei den Berufstätigen. Kinder und Ältere greifen bei uns lieber zu den gedruckten Büchern ins Regal“, so die Chefin weiter.

Aus ihrer Erfahrung heraus glaubt sie: Auch wenn die Nachfrage nach elektronischen Medien steigt, wird das gedruckte Buch weiterhin genutzt. In etwa einem Jahr verabschiedet sich Heidrun Hamann in die Altersteilzeit, und auch sie will den Büchern treu bleiben.

 

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