Heizung defekt, Mieter in Schwerin müssen frieren : Bibbern im Wohnzimmer

<strong>In Decken gehüllt und nur von einer alten Heizlampe gewärmt:</strong> Ursula Kuhlmann und  Nachbar Leonid Kernes ärgern sich über den Heizungsausfall in ihrem Lankower Hochhaus. Die WGS verspricht jetzt endlich zu helfen.
In Decken gehüllt und nur von einer alten Heizlampe gewärmt: Ursula Kuhlmann und Nachbar Leonid Kernes ärgern sich über den Heizungsausfall in ihrem Lankower Hochhaus. Die WGS verspricht jetzt endlich zu helfen.

Die Mieter im Hochhaus in der Plöner Straße 1 in Schwerin-Lankow frieren. Und sie sind ziemlich aufgebracht, denn der Zustand dauert schon länger. Die Heizung für die Bäder ist defekt, die Reparatur verzögert sich.

svz.de von
25. Januar 2013, 08:28 Uhr

Lankow | Ursula Kuhlmann friert. Sie sitzt in ihrem Wohnzimmer in eine Decke eingehüllt, um den Hals trägt sie einen Schal, die Füße stecken in dicken Filzschuhen. Nur von einer Rotlichtlampe auf dem Tisch strahlt wohlige Wärme. Denn insgesamt ist die Wohnung kalt, obwohl der Plattenheizkörper neben der Balkontür unter dem Fenster auf Stufe 3 eingestellt ist. So richtig kalt aber ist es im Bad, keine 15 Grad zeigt das Thermometer. Und das ist keineswegs nur bei Ursula Kuhlmann so. Auch andere Bewohner in dem Hochhaus in der Plöner Straße 1, wie beispielsweise Leonid Kernes, der eine Etage höher wohnt, frieren in ihren Wohnungen. Und sie sind ziemlich aufgebracht, denn der Zustand dauert schon länger. "Vor allem morgens ist es schlimm, denn dann ist es in allen Räumen noch viel kälter", sagt die Rentnerin. Und ihr Nachbar fügt sauer hinzu: "Es kann doch nicht sein, dass man nur noch mit dem Mantel ins Bad gehen kann, weil ununterbrochen eiskalte Luft aus den Lüftungsöffnungen strömt."

Der Grund der Misere: Die zentrale Heizungsanlage für die Warmluftbeschickung der Bäder ist seit mehr als einer Woche defekt. "Wir haben sofort die Installationsfirma mit der Reparatur beauftragt, doch es wird ein Ersatzteil benötigt, das nicht vorrätig war. Es wurde nach meinem Kenntnisstand umgehend bei der Herstellerfirma geordert und sollte eigentlich bis zum 23. Januar geliefert und eingebaut werden, was wir den Mietern auch per Aushang mitgeteilt haben", berichtet Peter Majewski, Abteilungsleiter Hausbewirtschaftung der Wohnungsgesellschaft. Es wurde aber nicht rechtzeitig geliefert.

Die frierenden Mieter haben dafür kein Verständnis. Im vergangenen Jahr habe das Luftheizungssystem auch nicht richtig funktioniert, berichtet Ursula Kuhlmann. Im Sommer sei brütend heiße Luft in die Bäder gedrückt worden, fast 40 Grad Raumtemperatur habe das Thermometer gezeigt, im Winter dagegen nur stundenweise halbwarme Luft. "Wir haben das dem Vermieter mehrfach mitgeteilt und Abhilfe verlangt", sagt Leonid Kernes.

Majewski verspricht Hilfe. Er werde bei der Installationsfirma auf unverzügliche Reparatur drängen. Den Mietern in besonders schwer betroffenen Wohnungen könne gegebenenfalls auch Mietnachlass gewährt werden, erklärt er auf SVZ-Nachfrage.

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