Verkehrsberuhigung in Schwerin : Beton-Poller am Ziegenmarkt

Abgepollert: Betonquader verhindern seit dieser Woche, dass Autos auf der Insel abgestellt werden. Sie machen das Halteverbotsschild quasi überflüssig.
Foto:
1 von 1
Abgepollert: Betonquader verhindern seit dieser Woche, dass Autos auf der Insel abgestellt werden. Sie machen das Halteverbotsschild quasi überflüssig.

In den Sozialen Netzwerken spotten die Schweriner über die neueste Verkehrsberuhigung der Stadtverwaltung

von
12. August 2016, 21:00 Uhr

Eine der drei Seiten der Insel auf dem Ziegenmarkt ist von der Stadt durch Betonquader abgesperrt worden. Die Freude der Schweriner hält sich zumindest in den Sozialen Medien in Grenzen. Denn die Parkplatzsituation in der Schelfstadt ist ohnehin extrem angespannt.

„Sicherlich werden diese Steine an langen Freischütz-Abenden auch anderweitig genutzt werden. Slalomlauf nach dem 10. Bier oder ähnliches…“, schreibt beispielsweise Sebastian Goebel. Sannie van Kriek schreibt: „Dort standen oft Autos, wenn nichts anderes mehr frei war. Das passt wohl irgendwem nicht und nun hat jemand mal wieder ganz viel Geld sinnlos ausgegeben.“ Und das „Freischütz“-Team postet: „Am Tag kommen Kunden vom Zweiradcenter Rademacher und parken, um dort schnell ihr Fahrrad abzugeben oder etwas einzukaufen, ebenso bei Solle Haar & Haut und auch wir müssen manchmal dort kurz halten, um Ware auszuladen. Hinzu kommt, dass derzeit auf unserer Seite Halteverbot besteht, da die Schelfstraße immer noch gesperrt ist. Und ganz ehrlich: Für das Ordnungsamt war es eine sichere Einnahmestelle und in der Stadt gibt es wirklich andere Probleme…“

Die Poller wurden nach Auskunft der Verwaltung aufgestellt, „weil der Platz regelmäßig von Autos befahren und beparkt wurde. Gelegentlich wurde der Platz sogar für Autoreparaturen genutzt. Das Problem hat sich in den Jahren immer weiter verschärft.“ Es habe Beschwerden von Anwohnern gegeben. Durch das illegale Parken seien nicht nur die Platten des Platzes beschädigt worden, der nicht für diese Nutzung ausgelegt sei. „Auch die Bäume wurden beschädigt und die Nutzbarkeit des Platzes beeinträchtigt“, heißt es aus der Verwaltung.

Die Stadtverwaltung hat übrigens vor dem Aufbau der Steinblöcke das geplante Aufstellen den Betreibern des „Freischütz“ bei einem Vorort-Termin vorgestellt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen