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Zeitung für die Landeshauptstadt

17. August 2017 | 23:36 Uhr

Kunst offen : Besucher malen Blumenbild

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Hobbymalerinnen vom Kreidekreis Pingelshagen stellten ihre Arbeiten bei „Kunst offen“ aus und ließen ihre Gäste Leinwand gestalten

Das hat der kleinen Lara Spaß gemacht. Die Dreijährige durfte selbst zum Spachtel greifen, Malfarbe nehmen und diese auf die Leinwand aufbringen. Ganz nach Herzenslust. „Sie malt zu Hause auch gern und kann sich damit den ganzen Tag beschäftigen“, erzählt ihre Mutter Andrea Heidemann. Gemeinsam mit ihrem Mann Rüdiger sah sie sich am Pfingstsonntag die Bilderausstellung vom Kreidekreis Pingelshagen im Dorfgemeinschaftshaus an. Heidemanns sind in Geesthacht zu Hause, haben hier aber noch familiäre Verbindungen. Daher schauen sie zu solchen Anlässen immer gern vorbei.

Denn der kleine Malkreis präsentierte zur Pfingstaktion „Kunst offen“ mehr als 90 Bilder im Obergeschoss des Hauses. Als Motive hatten die Hobbymalerinnen Landschaften, Blumen und Experimentelles gewählt. Und wie schon in den vergangenen fünf Jahren waren im Erdgeschoss auch Fotografien zu sehen. Die mehr als 40 Arbeiten stammen von zwei Hobbyfotografen: Reimond Weding und Claus Brückner.

Für die Besucher hatten sich die Frauen des Malkreises etwas Besonders ausgedacht: Sie durften eine 80 mal 120 Zentimeter große Leinwand nach eigenen Vorstellungen selbst gestalten. Und die Gäste ließen sich nicht lange bitten. Einer der ersten war Lothar Thoß aus Schwerin-Friedrichsthal. Der 79-Jährige ist selbst begeisterter Hobbymaler und hatte sich von Mohn- und Kornblumen, aber auch blühenden Kamillen inspirieren lassen. Er sei mit seiner Frau Dorothea nicht das erste Mal hier und zollte den Frauen des Malkreises Respekt für deren Arbeiten.

Im Kreidekreis haben sich ausschließlich Frauen zusammengefunden, die ein gemeinsames Hobby haben: das Malen. Und weil sie anfangs mit Pastelkreide malten, leitete sich ihr Name daraus ab. Mittlerweile beherrschen die Frauen auch die anderen Maltechniken wie Acryl, Öl, Aquarell und Mischtechniken. Die zwölf Mitglieder treffen sich jeden zweiten und letzten Donnerstag im Monat im Dorfgemeinschaftshaus zum Malen, Fachsimpeln und Erzählen. Mitunter laden sie auch Berufsmaler ein, die ihnen bei Workshops wertvolle Anregungen geben. Das achte Mal stellten sie jetzt schon zu „Kunst offen“ aus. Anfangs, so erinnert sich Leiterin Margit Weding, wollten die Malerinnen gar nicht so recht. Sie habe sie aber ermuntert. Und nun sei diese Schau der jährliche Höhepunkt in ihrem Freizeitschaffen.

„Wir laden bei ,Kunst offen‘ ganz bewusst nur zu einem Tag ein“, erzählt Margit Weding. Denn die Hobyymalerinnen wollen selbst auch andere Ateliers aufsuchen, sich die Arbeiten anderer Freizeitkünstler anschauen. Bei der Vorbereitung der Schau helfen die Ehepartner.

 

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erstellt am 10.Jun.2014 | 12:00 Uhr

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