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Fahrbindes Feuerwehrfrauen : Bestzeit bei Deutscher Meisterschaft

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Es war das erhoffte Abenteuer für die Feuerwehrfrauen aus Fahrbinde. Die Mannschaft knackte bei den Deutschen Meisterschaften im Feuerwehrsport die Minuten-Marke beim "Löschangriff trocken" und kam am Ende auf Platz 8.

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erstellt am 02.Aug.2012 | 10:54 Uhr

Fahrbinde | Es war das erhoffte, große Abenteuer für die Feuerwehrfrauen aus Fahrbinde. Die Mannschaft knackte bei den Deutschen Meisterschaften im Feuerwehrsport die Minuten-Marke beim "Löschangriff trocken" und sicherte sich nach dem Staffellauf über einen Hindernisparcours in der Endabrechnung Platz 8. "Ohne unser doppeltes Verletzungspech wäre vielleicht noch mehr drin gewesen", erzählt Diane Eggert. "Aber wir alle sind glücklich und super zufrieden." Denn für die Feuerwehrfrauen aus Fahrbinde galt das olympische Motto: Dabei sein ist alles.

Schon mit dem Erreichen des Deutschen Finales erfüllten sich die Frauen der vor sechs Jahren gegründeten Löschgruppe einen Traum. "Wir sind durch das Training sowie die Tage in Cottbus noch enger zusammengerückt", betont Diane Eggert. Die Löschgruppe mit elf Frauen sowie drei männliche Begleiter machte sich auf den Weg in die Lausitz.

Doch beim Trainingslauf vor dem großen Wettkampftag kam es doppelt schlimm. Der Löschangriff wurde in 65,22 Sekunden absolviert. Mit dieser Zeit waren die Fahrbinder Frauen um Gruppenführerin Christin Kaiser zufrieden. Denn trotz der drückenden Hitze in Cottbus hatten die Mecklenburgerinnen eine für sie normale Zeit erreicht. Danach ging es in voller Montur weiter zum Staffellauf. Acht Läuferinnen mussten jeweils einen mit unterschiedlich schweren Hindernissen gespickten Parcours absolvieren. Und hier passierte es. Dagmar Puls knickte nach einem Absprung um. Sie biss die Zähne zusammen, lief trotz Schmerzen bis zur Staffelübergabe weiter. Das Fahrbinder Team blieb im Rennen. Doch es erwischte auch Carolin Richter. Die schnellste Feuerwehrfrau aus dem Amt Ludwigslust-Land hechtet durch die acht Meter lange Röhre. In Cottbus prallte sie mit dem Rücken an die Öffnung. Doch auch Carolin Richter kämpfte sich ins Ziel. Dort mussten beide Kameradinnen behandelt werden. Trotz dieser Pannen kam beim Staffellauf eine Zeit von 76,8 Sekunden heraus. Mit 337,98 Punkten standen die Fahrbinderinnen beim Trainingslauf auf dem sechsten Platz, was alle überraschte.

Nun hieß es, am wettkampffreien Tag die Verletzten fit zu machen. Im Staffellauf musste aber eine Umbesetzung erfolgen. Lisa-Marie Puls die Tochter der verletzten Läuferin Dagmar Puls, übernahm den Posten ihrer Mutter.

Am Wettkampftag herrschte schwüles Sommerwetter mit extremer Hitze und Gewittern. Die Fahrbinderinnen waren erst um 11.36 Uhr an der Reihe. Die anderen Teams aus Mecklenburg, aber auch Fans aus Rastow, Fahrbinde und Hohewisch unterstützten ihre Mannschaft. Zuerst stand der Löschangriff auf dem Programm. Und es lief perfekt beim Kuppeln der Saugleitungen, bei den Befehlen und beim Auslegen der Schläuche. Auch die Wertungsrichter hatten nichts zu beanstanden: null Fehler. Dann kam die Zeit: 59,01 Sekunden. Alle jubelten. Denn die Fahrbinderinnen waren erstmals unter einer Minute geblieben. Nun hieß es, den Staffellauf zu überstehen. Doch hier blieb den Fahrbinderinnen das Pech treu: Lisa-Marie Puls stürzte vom Balken, stand aber sofort wieder auf und lief trotzt Blessuren weiter. Carolin Richter bezwang trotz ihrer Verletzung die Röhre sehr schnell. Und trotz der 20 Strafsekunden erreichten die Fahrbinderinnen 342,78 Punkte. Die Mannschaft hatte sich nochmals gesteigert. In der Endabrechnung bedeutete dies Rang acht. Zur Spitze und den Siegerinnen aus Steinau-Marjoß (Hessen) bestand noch eine gehörige Distanz. Doch die Fahrbinderinnen hatten die Farben von Mecklenburg-Vorpommern würdig vertreten und behaupteten sich im Hauptfeld der gestarteten Teams.

Zu Hause in Fahrbinde gab es dann noch eine Überraschung. Die Frauen wurden von den Feuerwehrmännern mit Blaulicht, Tatütata und Sekt empfangen. "Die Tage in Cottbus waren für uns ein tolles Erlebnis", fasst Diane Eggert zusammen. "Unsere Truppe ist nicht nur besser geworden, sondern auch noch enger zusammengerückt."

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