zur Navigation springen
Zeitung für die Landeshauptstadt

25. November 2017 | 10:39 Uhr

Kunst mit Kohle : Beste Holzkohle aus der Lewitz

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Bahlenhüschener Verein und Köhler aus dem Harz sorgten für eindrucksvolles Spektakel rund um das alte Handwerk

svz.de von
erstellt am 12.Mai.2014 | 12:00 Uhr

Barbara und Matthias Schröder nahmen drei Sack a zehn Kilogramm frischer Holzkohle mit: „Die ist super und muss jetzt zwei Jahre lang reichen.“ Das Ehepaar aus Bahlenhüschen hatte es nicht weit, um diesen Einkauf zu machen. Die Holzkohle stammt aus dem Meiler, der am Wochenende beim vierten Köhlerfest an der Forstscheune Bahlenhüschen abgeerntet wurde. Kathrin Heller aus Kyritz hat Verwandte in der Lewitz und so vom Köhlerfest gehört. „Ich will den Unterschied zu Holzkohle aus dem Supermarkt testen“, erzählt sie und nimmt einen Sack mit „Original Lewitz-Holzkohle“ mit.

Etwa 1,5 Tonnen haben die Mitstreiter vom Verein Forstscheune und befreundete Hobbyköhler aus dem Harz geerntet. Rund 30 Raummeter Buchenholz waren im Winter aus dem Wald geholt und Ende April zu zwei Meilern aufgeschichtet worden. „Das hat wieder super geklappt“, betont Fachmann Hartmut Thienen. „Das ist beste Qualität.“

Beim Köhlerfest von Bahlenhüschen geht es aber nicht nur um dieses traditionelle Handwerk. Pflanzen und Tiere im Wald, Umweltschutz und Forstwirtschaft – all das sind Themen, die der Verein Forstscheune gemeinsam mit dem für die Waldlewitz zuständigen Forstamt Friedrichsmoor anspricht. Beim Markttreiben rund ums Köhlerfest gab es dazu viele Informationen, aber auch schon zuvor. Mehr als 230 Kindergarten- und Schulkinder aus Schwerin und Umgebung kamen zu den Projekttagen. Sie schauten den Köhlern über die Schulter, gingen mit dem Förster durch den Wald, sammelten Kräuter, kochten daraus Köhlersuppe. „Wir mussten dieses Mal sogar Gruppen abweisen, weil die Nachfrage zu groß war“, erzählt Reinhard Krübner vom Verein. Der große Andrang konnte nur dank der Hilfe der Transportgesellschaft Lewitz aus Göhren und der Schweriner Tierarztpraxis Zogall bewältigt werden: Die sponserten die Busfahrt der Gruppen vom Bahnhof Sukow zur Forstscheune. So will es der Verein auch bei Projekttagen im nächsten Frühsommer machen. „Denn nach diesem Erfolg müssen wir dranbleiben“, sagt Vereinschefin Cornelia Weiß. Allerdings wird es 2015 Projektage ohne ein Köhlerfest geben. „Der Aufwand ist sehr groß. Deshalb planen wir das nächste Köhlerfest frühestens für 2016.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen