Schwerin : Best-Noten für Zulassungsstelle

Reinkommen, Nummer ziehen,Platz nehmen und warten, bis man aufgerufen wird: Bei Sylvia Lützkendorf aus Schwerin hat die Zulassung ihrer Kennzeichen gerade mal zehn Minuten gedauert.
Reinkommen, Nummer ziehen,Platz nehmen und warten, bis man aufgerufen wird: Bei Sylvia Lützkendorf aus Schwerin hat die Zulassung ihrer Kennzeichen gerade mal zehn Minuten gedauert.

Schweriner loben schnelle Bearbeitungsfrist. Auch Verwaltung ist mit Service an neuem Ort zufrieden

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20. Mai 2018, 05:00 Uhr

Der erste Eindruck ist positiv: Wer mit dem Kennzeichen unterm Arm geklemmt durch die Tür der neuen Zulassungsstelle geht, bleibt fast immer kurz erstaunt stehen. Helles Licht fällt durch die Fensterfront, sorgt für eine freundliche Atmosphäre im zweiten Obergeschoss. Dort, wo die 20 Mitarbeiter im Juli des letzten Jahres in zehn Büros zogen. „Aus bautechnischen Gründen mussten wir damals aus der Otto-Hahn-Straße raus“, erinnert sich Andreas Scharfschwerdt, seit 2016 Leiter des Fachdienstes Bürgerservice. Jetzt sei deutlich mehr Platz und es gäbe bessere Arbeitsbedingungen, erklärt der 36-Jährige. Der damalige Schalterraum sei zu groß und offen gewesen. „Jetzt gibt es Zweierbüros mit Verbindungstüren, die auch zugemacht werden können.“ Desweiteren stehe ein Schulungs- sowie ein Beratungsraum zur Verfügung. Vorbei auch die Zeiten, in denen sich in jedem Winkel die Besucher auf Stühlen an die Wände drücken mussten. Ein offener, heller und großräumiger Wartebereich präsentiert sich geradezu freundlich. Ebenso wie die Frauen und Männer in der Behörde, die die gemeinsame Kfz-Zulassungs- und Führerscheinstelle des Landkreises Ludwigslust-Parchim und der Landeshauptstadt ist. Eine sich selbst erklärende Ausschilderung, die kurz hinter Schwerin beginnt, sorgt dafür, dass sich niemand verfahren muss. 35 Parkplätze stehen zur Verfügung auf dem Gelände, das einst die Deutsche Post alleine bewirtschaftete.

„Insgesamt ist der Zulassungs-Service an diesem neuen Ort sehr positiv angelaufen“, schätzt Scharfschwerdt ein. Das kann Petra Seestädt, die Fachgebietsleiterin der Kfz-Zulassung nur bestätigen. „Die allermeisten Bürger sind nett und auch nicht auf Krawall gebürstet. Der Frust nimmt zu, wenn sich die Wartezeiten verlängern“, berichtet die 63-Jährige mit 25-jähriger Berufserfahrung. Doch nicht immer klappe der bürokratische Akt in fünf bis zehn Minuten. Manches dauere eben auch manchmal bis zu einer Stunde, je nach Zulassungsrecht. Gesetze würden nicht selten von Bürgern in Frage gestellt und auch eine gewisse Uneinsichtigkeit komme bei großem Andrang oft dazu.

„Die Mitarbeiter sind geschult, denn Bürgerservice muss man auch leben“, betont Stefan Frisch, als Scharfschwerdts Stellvertreter.

Eine, die das hautnah erleben darf, ist Sylvia Lützkendorf. Die 51-Jährige ist begeistert. „Ich war gerade mal zehn Minuten drin und bin jetzt mit allem fertig“, erzählt die gebürtige Schwerinerin verblüfft und lobt: „Ich bin sehr freundlich bedient worden.“ In dieser Behörde verstehe man sich wirklich als Dienstleister.

Worte, die Cordula Hille sicher gerne hört, denn sie hat die junge Frau, die an einer Tankstelle arbeitet, kurz zuvor bedient. „Ich erlebe überwiegend freundliche Menschen. Genervte Kunden zu beruhigen, habe ich mittlerweile gelernt. Ich bin schon mal bedroht worden. Doch es gibt eine Nottaste, mit der wir Hilfe herbeirufen können, wenn es mal Stress geben sollte.“

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