Plate : Beschilderung sorgt für Verwirrung

<p>Nur einige Meter sind die Beschilderungen an der Plater Störbrücke voneinander entfernt. </p>

Nur einige Meter sind die Beschilderungen an der Plater Störbrücke voneinander entfernt.

Peckateler wundert sich über Beschilderung an der Plater Störbrücke – Landkreis klärt auf.

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15. Mai 2018, 05:00 Uhr

„Das ,Absolute Halteverbot – Schild 283’ ist direkt vor der Plater Störbrücke   ein absolutes No-Go“, sagt Leser Walter Rodewald aus Peckatel. Denn der  weiße Haltestreifen nach dem Schild zwinge Fahrer zum Anhalten bei Rot. Doch vor der Brücke stehe zudem das Verkehrszeichen Nummer 308 mit dem Hinweis, dem Gegenverkehr Vorrang zu gewähren. „Also was denn nun? Wenn die Rot-Ampel einmal ausfällt und der Fahrer auf der ganzen Strecke nicht halten darf,  muss er entweder den Gegenverkehr, der schon auf der Brücke ist, zurückscheuchen oder Gnade vor Recht ergehen lassen und  verkehrswidrig halten“, fragt Walter Rodewald. Mehrfach habe er sich an verschiedene Behörden gewandt, aber laut eigenen Aussagen, keine rechtsverbindliche Antwort bekommen. 

Die Verkehrsbehörde des Landkreises Ludwigslust-Parchim sieht in der Beschilderung an der Plater Störbrücke keinen Widerspruch.  Die Straßenverkehrs-Ordnung regle in Paragraf 37, dass Lichtzeichen den Vorrang regelnden Verkehrszeichen vorgehen. Somit sind die Verkehrszeichen „Vorrang für den Gegenverkehr“ und „Vorrang des Gegenverkehrs“ nur für den Fall gedacht, wenn die Lichtzeichenanlage ausfallen sollte, erläutert Kreissprecher Andreas Bonin. Das Verkehrszeichen 283  – absolutes Haltverbot –  ist in diesem Bereich aus mehreren Gründen  zur Freihaltung der sich verjüngenden Straße auf beiden Seiten der Brücke notwendig. So zähle  Anhalten aufgrund der Verkehrslage oder  von Vorrang regelnder Verkehrszeichen  nicht zu einer gewollten Fahrtunterbrechung. „Das  würde auch nicht als Verstoß gegen das Halteverbot geahndet werden“, versichert  Bonin.  Somit habe der Wartepflichtige  entsprechend zu warten und den entgegenkommenden Verkehr vorbei fahren zu lassen. Oberstes Gebot bleibe, so der Kreissprecher, Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme.

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