Gesundheit in Schwerin : Berufstätige wieder fit machen

So wirds gemacht: Rehazentrum-Mitarbeiter Tobias Lange, der auch den neuen Präventionskurs leiten wird, zeigt Manuel Rambow, wie er seine Oberschenkel-Muskulatur am besten trainiert.
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So wirds gemacht: Rehazentrum-Mitarbeiter Tobias Lange, der auch den neuen Präventionskurs leiten wird, zeigt Manuel Rambow, wie er seine Oberschenkel-Muskulatur am besten trainiert.

Neu: Schweriner Rehazentrum macht spezielles Angebot zur Gesundheitsprävention – Rentenkasse bezahlt

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15. Februar 2018, 12:00 Uhr

Der Kurs beginnt zwar erst im September, aber die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren: Das Rehazentrum Schwerin macht ein Angebot, das Berufstätige fit machen soll, finanziert von der Rentenkasse. „Die Maßnahme ist ganz neu“, sagt Rehazentrum-Geschäftsführer German Ross. Erstmals trete die Rentenkasse in dieser Form als Kostenträger auf, und einen Leistungsanspruch könne praktisch jeder geltend machen, der im Erwerbsleben stehe, Pflichtbeiträge an die Kasse zahle und unter ersten gesundheitlichen Einschränkungen leide.

Solche beginnenden Funktionseinschränkungen könnten Haltungs- und Bewegungsstörungen durch starke oder einseitige Beanspruchung sein, Auffälligkeiten beim Stoffwechsel oder im Ernährungsverhalten oder auch psychische Probleme, erklärt Ross. Mit ihrem Angebot setze die Rentenkasse auf Prävention, um berufstätige Menschen zu helfen, bevor sie wirklich richtig krank würden. „Es geht vor allem darum, die Motivation hinsichtlich des Gesundheitsverhaltens zu fördern, das Bewusstsein zu wecken, für die eigene Gesundheit verantwortlich zu sein“, so der Geschäftsführer des Rehazentrums. Die Patienten sollen zudem Strategien zur Stress- und Konfliktbewältigung erwerben.

Die Maßnahme umfasst insgesamt einen Zeitraum von sechs Monaten. Inhaltlich konzentriert sich das Konzept auf die Themenfelder Bewegung, Ernährung und Stressbewältigung. In geschlossenen Gruppen nehmen Patienten an unterschiedlichen Phasen teil. Los geht es mit einer so genannten Initialphase, bei der eine Woche lang das individuelle Risikoprofil der Teilnehmer erfasst wird. Ein Vierteljahr lang gibt es dann zweimal die Woche nach der Arbeit ein Übungsprogramm, das auf die jeweiligen Bedürfnisse abgestellt ist – vom Gerätetraining über Nordic Walking bis zur Entspannungstherapie. In den darauf folgenden drei Monaten sollen die Patienten das Erlernte in einer Eigenaktivitätsphase anwenden und selbstständig tätig werden. Mit einem eintägigen Erfahrungsaustausch endet schließlich die Präventionsmaßnahme.

Laut German Ross ist das Rehazentrum mit Standorten in der Wuppertaler Straße und Am Grünen Tal bisher als einziger Anbieter in Schwerin von der Rentenkasse für die Präventionsleistungen zugelassen worden. „Für uns ist das Angebot ebenfalls komplett neu“, sagt der Geschäftsführer. So sei es für das Zentrum auch ungewohnt, mit einer geschlossenen Gruppe zu arbeiten.

Ross geht davon aus, dass im September etwa 10 bis 15 Teilnehmer an den Start gehen werden. Den Antrag für die Rentenkasse können sich Interessierte auf der Internetseite des Rehazentrums unter der Adresse www.reha-schwerin.de herunterladen. Wer an dem neuen Präventionskurs teilnehmen möchte, brauche außerdem noch eine Bescheinigung von seinem Haus- oder Betriebsarzt, erläutert der Geschäftsführer des Rehazentrums.

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