Schwerin : Berufsschulen der Stadt sollen wachsen

Die Tage der alten Berufsschule Technik sind gezählt. Hier könnte bis 2020 schon der Ersatzneubau stehen.
Die Tage der alten Berufsschule Technik sind gezählt. Hier könnte bis 2020 schon der Ersatzneubau stehen.

Gestiegene Schülerzahlen: Jetzt will Schwerin die Standorte konzentrieren und ausbauen – los geht es in Lankow

23-11368122_23-66108083_1416392567.JPG von
22. November 2017, 05:00 Uhr

Viele können sich sicher noch an den vergeblichen Schweriner Kampf erinnern, die Gastro-Ausbildung in der Landeshauptstadt zu behalten. Doch die Zeit der Unsicherheit und der Zukunftssorgen um einzelne Berufsausbildungen ist vorbei.

„Die drei Schweriner Berufsschulen sind sicher“, sagt Manuela Gabriel, Chefin des städtischen Fachdienstes Schulen. Auf Initiative des Bildungsministeriums säßen seit Längerem Vertreter des Regionalen Planungsverbandes mit Schulexperten am Tisch, um in so genannten Monitoring-Verfahren Details abzustimmen und auf Entwicklungen zu reagieren. Und das schaffe Stabilität, betont Manuela Gabriel. „Wir prüfen inzwischen die Einrichtung weiterer Berufsbildungsgänge.“

Kein Wunder: Denn die Schülerzahlen nehmen rasant zu. 4433 junge Leute lernen derzeit an der Beruflichen Schule Wirtschaft und Verwaltung (1613), der Beruflichen Schule Technik (1720) und der Beruflichen Schule für Gesundheit und Verwaltung (1100). Unter ihnen sind auch die Jugendlichen, die an der Technik- und der Verwaltungsschule Berufsvorbereitungslehrgänge absolvieren.

Und die Zahlen dürften weiter steigen, wie die Fachdienstleiterin auflistet: Gab es zum Ende des vergangenen Schuljahres noch sechs 10. Klassen in Schwerin, die ins Berufsleben entlassen wurden, sind es im laufenden Schuljahr schon zehn Klassen. „Die gestiegenen Schülerzahlen an den Schweriner Regionalschulen werden in den Berufsschulen ankommen“, sagt Manuela Gabriel. 1489 neue Berufsschüler verzeichneten die drei Schweriner Schulen in diesem Jahr. Im nächsten werden rund 1700 erwartet.

Eine Entwicklung, auf die die Stadt gut vorbereitet sein will, wie Schuldezernent Andreas Ruhl betont. „Wir müssen davon ausgehen, dass wir investieren müssen in die Schulkapazität“, sagt der Dezernent. „Deshalb bereiten wir aktuell die Fortschreibung der Schulentwicklungsplanung vor.“ Diese sei Grundlage für alle weiteren Optionen. Die noch geltende und von den Stadtvertretern beschlossene Planung geht bis zum Schuljahresende 2018.

Der Startschuss für den Ausbau der Beruflichen Schule Technik ist schon gefallen. Dafür hatte die Politik bereits mit der aktuellen Planung grünes Licht gegeben. Fast 25 Millionen Euro will die Stadt für den Ersatzneubau und den Umzug der Außenstandorte in der Werkstraße und der Brahmsstraße nach Lankow investieren. Bereits 2020 könnte alles fertig sein.

Auch für die Berufliche Schule Gesundheit und Soziales soll perspektivisch die Zeit der drei Unterrichtsstandorte vorbei sein. Wahrscheinlich sei ein Umzug der Standorte in der Werkstraße und in der Arsenalstraße an den Ziegelinnensee in die Dr.-Hans-Wolf-Straße. Aber das sei noch Zukunftsmusik, erklären Ruhl und Gabriel unisono.

Doch auch jetzt schon ist der Schuldezernent stolz auf die städtischen Ausgaben für Bildung. In Schulen und Sporthallen der Stadt fließen in diesem Jahr 21,5 Millionen Euro. Im nächsten Jahr werden es 31 Millionen sein. „So große Investitionen hat es in diesem Bereich seit 1990 noch nie gegeben“, bilanziert Andreas Ruhl. „Darauf sind wir enorm stolz.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen