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Zeitung für die Landeshauptstadt

23. November 2017 | 19:56 Uhr

Schweriner Job-Messe : Berufsberatung unter dem Kreuz

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Job-Messe in der Petruskirche brachte Arbeitgeber und Arbeitsuchende in einer besonderen Umgebung zusammen

von
erstellt am 17.Okt.2017 | 21:00 Uhr

Ute Thoms möchte beruflich wieder durchstarten. „Ich habe eine kaufmännische Umschulung gemacht und würde jetzt gerne im sozialen Bereich arbeiten“, schilderte die 49-Jährige. Tipps und Ideen holte sie sich gestern unter anderem bei Klaus-Dieter Sagasser. Der Sozius-Mitarbeiter hatte bei der Berufsmesse in der Petruskirche mehrere Job-Angebote in der Pflege und der Senioren-Betreuung im Gepäck. „Fachkräfte sind gesucht“, sagte Sagasser.

Wo normalerweise Gottesdienst gefeiert wird, gab es Themeninseln mit Info-Tischen. Berufsberatung unter dem Kreuz. Über Tätigkeiten im Sozialen, im Handel, in der Landwirtschaft, in der Grünpflege und im Handwerk konnten sich die Besucher der Messe „Berufe im Gespräch“ beraten lassen. „Wir wollen Arbeitgeber und Arbeitsuchende in lockerer Atmosphäre miteinander ins Gespräch bringen“, erklärte Ines Jammer-Lühr vom Diakonischen Werk, das die Messe gemeinsam mit dem Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt und dem Landesamt für Gesundheit und Soziales veranstaltet hat. Als Partner waren neben der Petrusgemeinde das Jobcenter, die Arbeitsagentur und die Kreishandwerkerschaft mit im Boot. Fördergeld gab es von der Aktion Mensch.

Die Petruskirche sei als Ort der Messe bewusst gewählt, betonte Dr. Jürgen Kehnscherper vom Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt. „Viele Menschen im Stadtteil sind arbeitslos, brauchen Beratung. Mit unserer Messe kommen wir ihnen entgegen, holen sie an ihrem Lebensmittelpunkt ab.“ Eine wichtige Rolle spiele dabei der Gedanke der Inklusion, der gleichberechtigten Teilhabe an der Gesellschaft, so Kehnscherper.

Auch Oberbürgermeister Rico Badenschier, Schirmherr der Messe, bezeichnete die Petruskirche als einen zentralen Ort im Mueßer Holz. Zugleich berichtete er, dass gerade die Jugendarbeitslosigkeit im Stadtteil überdurchschnittlich hoch sei, zwei von drei Kindern würden außerdem von Hartz IV leben.

„Das Anliegen der Berufsmesse ist berechtigt“, sagte Pastor Jens-Peter Drewes. Er habe die Kirche deshalb auch gerne für die Messe zur Verfügung gestellt. Bei der Veranstaltung präsentierten sich übrigens nicht nur potenzielle Arbeitgeber. Es gab auch Informationen rund um das Thema Aus-, Fort und Weiterbildung, Vertreter sozialer Verbände standen ebenfalls Rede und Antwort.

Insgesamt nutzten rund 300 Besucher die Messe, darunter auch viele junge Leute. Ute Thoms will sich die Angebote aus der Petruskirche noch einmal in Ruhe durch den Kopf gehen lassen. „Was ich gehört habe, klingt sehr interessant“, sagte Thoms. Die Kirche sei eine gute Plattform, um auf neue Gedanken zu kommen.

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