zur Navigation springen
Zeitung für die Landeshauptstadt

17. August 2017 | 04:00 Uhr

Schwerin : Berliner Platz fehlen Geschäfte

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Ein neues Konzept sieht für das Stadtteilzentrum einen Bedarf an weiteren Läden – die Kepler-Passage braucht Parkplätze

Der Berliner Platz muss als Stadtteilzentrum dringend aufgewertet werden. Deshalb sollten sich „jegliche Einzelhandelsentwicklungen im Stadtteil Neu Zippendorf“ auf diesen Standort konzentrieren. So steht es im aktuellen Einzelhandelskonzept für die Stadtteile Großer Dreesch, Neu Zippendorf und Mueßer Holz. Das hat die Stadtverwaltung in Auftrag gegeben, um herauszubekommen, wo noch Bedarf an Einzelhandelsflächen in den Plattenbaugebieten besteht und ob auf freien Flächen an der Crivitzer Chaussee, der Pilaer Straße und an der Cottbuser Straße weitere Einkaufsmöglichkeiten errichtet werden sollten.

Als „Sorgenkind“ nennt das Konzept den Berliner Platz. „Das Stadtteilzentrum befindet sich in einer schwierigen Situation. Eine Revitalisierung kann nur gelingen, wenn dort der Einzelhandelsbestand verbessert und die Kundenfrequenz erhöht wird. Neuansiedlungen an anderer Stelle, die zu weiteren Kundenabwanderungen führen würden, wären in diesem Zusammenhang kontraproduktiv.“ Damit entfallen Ansiedlungen in der Cottbuser und der Pilaer Straße. Stattdessen wird ein ganz anderer Vorschlag für beide Standorte gemacht: Sie sollten „nach Möglichkeit einer einzelhandelsfremden Nutzung zugeführt werden. Insbesondere attraktive Wohnnutzungen wären positiv zu bewerten, da dadurch auch das Nachfragepotenzial für das Stadtteilzentrum Berliner Platz gestärkt werden würde.“

Die besten Bedingungen für den Einzelhandel bietet im Südosten Schwerins der Große Dreesch. Er „weist im Vergleich die geringsten Bevölkerungsrückgänge und die höchste Kaufkraftkennziffer auf“. Entwickelt werden sollte jedoch vor allem das Stadtteilzentrum Dreescher Markt. „Städtebauliche und gestalterische Schwächen sowie Leerstände und Besatzlücken sind vor allem auf der Nordseite des Dreescher Marktes festzustellen. Hier sollten weiterhin gezielte Aufwertungsmaßnahmen des öffentlichen Raumes und attraktive Neuansiedlungen erfolgen. Der derzeitige Neubau einer Schwimmhalle dürfte hier in Zukunft zu steigenden Passantenfrequenzen und einer zunehmenden Attraktivität des nördlichen Dreescher Marktes beitragen.“

In Neu Zippendorf muss der Berliner Platz als Einzelhandelsstandort weiterentwickelt werden. In den Warengruppen Lebensmittel, Reformwaren, Gesundheit und Körperpflege muss das Angebot erweitert werden. Gegenwärtig gibt es dort nur zwei Discounter, aber keinen Lebensmittelvollsortimenter und auch keinen Drogeriemarkt. Für Neuansiedlungen kommen „vorhandene Brachflächen und Nutzungslücken in Frage. Aber auch der Abriss bestehender, sanierungsbedürftiger Gebäude und der Ersatz durch zeitgemäße, attraktive Neubauten wären positiv“, heißt es im Einzelhandelskonzept.

Im Mueßer Holz gibt es nach dem Konzept keine weiteren „konkreten Neuansiedlungspotenziale“. Im Klartext: Die vorhandenen Geschäfte sind ausreichend. Als Problem herausgestellt wird der ehemalige Getränkemarkt hinter der Kepler-Passage. Es „sollte alternativ erwogen werden, ob mit dem Ziel, die Attraktivität der Kepler-Passage zu steigern, die Getränkemarkt-Immobilie abgerissen und durch zusätzliche Parkplätze ersetzt
wird“. Allerdings: Der leerstehende Getränkemarkt ist in Privatbesitz. Vor einem Abriss müsste irgendwer die Immobilie kaufen.

zur Startseite

von
erstellt am 24.Apr.2014 | 12:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen