Schwerin : Beliebter Lesemarathon

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Lyrik und Musik: Hannah Lenz und Herbert Weisrock unterhielten die Gäste in der Galerie AG in der Münzstraße mit einer besonderen kulturellen Darbietung.

Aktion „Eine Straße liest“ lockte Literaturfreunde wieder in die Innenstadt / Erlös geht an Kinderschutzbund

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16. November 2015, 12:00 Uhr

Ihre Gedichte heißen „Schutzzone“, „2012“ oder „Verwunderung“. Eigene Erfahrungen hat Hannah Lenz darin verarbeitet, die Pubertät ihrer Kinder, die Hysterie um einen angeblichen Weltuntergang, die Vorliebe für Marc Chagall. Bei der Aktion „Eine Straße liest“ trug die Lyrikerin am Sonnabend in der Galerie AG in der Münzstraße eine Auswahl ihrer Werke vor, musikalisch begleitet von Herbert Weisrock. „,Eine Straße liest‘ ist ein Literatur-Event, eine sehr schöne Plattform für mich“, sagte Hannah Lenz. Bei den Zuhörern kamen ihre Gedichte gut an, und auch Claudia Schönfeld, Kuratorin der Galerie AG, war begeistert: „Gedichte und Musik ergänzen sich wunderbar mit den Bildern von Matthias Kanter, die zurzeit bei uns zu sehen sind.“

Insgesamt knapp 50 Lesungen gab es diesmal bei der der Aktion „Eine Straße liest“ als Teil der Schweriner Literaturtage. Gelesen wurde an mehr als 20 Orten, in Geschäften und Gaststätten, vorwiegend in der Münz- und der Puschkinstraße. So trug die Journalistin Birgitt Hamm im „Kontor“ Frauengeschichten vor, „die auch Männer interessieren könnten“. Die Autorin Gitta Lindemann las im Laden „Idee + Werkstatt“ aus ihren Wende-Tagebüchern. Im Brautsalon am Dom stellte Bischof Dr. Andreas von Maltzahn das Buch „Der Mann aus Zelary“ von Alberta Legatov vor. Vor dem Hintergrund der Terroranschläge in Paris änderten einzelne Teilnehmer des Lesemarathons, darunter Landtagsvizepräsidentin Silke Gajek, ihr Programm noch einmal, präsentierten Klassisches statt Heiteres.

Der Erlös der Benefizaktion, zu der auch wieder eine Versteigerung gehörte, komme dem Pädagogischen Mittagstisch des Kinderschutzbundes zugute, sagte Organisator Peter Kuhlmann.

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