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Zeitung für die Landeshauptstadt

19. November 2017 | 13:36 Uhr

Nach Handball-Fest : Belasso sucht neue Klientel

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Handball-Fest hat gezeigt: Innovative Angebote bringen mehr Besucher, doch Umbauten erfordern Geld

von
erstellt am 21.Jan.2015 | 23:22 Uhr

Jeweils rund 1000 zusätzliche Besucher haben die beiden Handballspiele des SV Mecklenburg in der vergangenen Woche ins Belasso gebracht. Und alle waren zufrieden. „Nicht nur, weil unsere Mecklenburger Stiere gut gespielt haben, sondern auch, weil die Logistik stimmte“, berichtet Friedrich Diestel, Geschäftsführer Handball-Leistungssport des SV Mecklenburg. Ausreichend Parkplätze in unmittelbarer Nähe, ein gut beleuchtetes Areal, angenehme Bedingungen in der Halle seien von vielen Besuchern gelobt worden. Und nicht wenige hätten vor oder nach dem Spiel noch selbst das vielfältige Sport- und Freizeitangebot des Hauses genutzt.

Könnte also das Belasso die neue Heimstatt der Handballer werden? Diese Frage will Diestel nicht beantworten. Zwar hätten die Zuschauerzahlen eindrucksvoll dafür gesprochen. Doch als temporäre Lösung sei der Umbau der Tennishalle zu aufwändig. „Wir müssen die Standortfrage dringend, aber ergebnisoffen prüfen“, betont der Geschäftsführer des Drittligisten.

Doch auch für das Belasso war der erfolgreiche Handballerauftritt ein Denkanstoß. Denn die Erfahrung zeigt, dass mit dem bisherigen Angebots-Portfolio die potenziellen Besucherzahlen faktisch ausgereizt sind. Doch das von den Stadtwerken getragene Sport- und Freizeitzentrum braucht dringend mehr Gäste, sprich: Einnahmen, denn es schreibt rote Zahlen und alle bisherigen Privatisierungsversuche sind gescheitert.

„Ja, wir sind gemeinsam mit der Geschäftsführung des Belasso auf der Suche nach neuen, innovativen
Ideen, wie wir die Auslastung des Hauses verbessern können“, bestätigt Dr. Josef Wolf, Geschäftsführer der Stadtwerke. Ob das über den Weg einer Handball-Arena gehen soll, könne er derzeit noch nicht sagen. „Wir sind in Gesprächen. So etwas muss gründlich geprüft werden.“ Denn dann müsse die Tennishalle ganz erheblich umgebaut und diese Sportart in einer anderen untergebracht werden.

Reiz hätte eine Arena aber auf jeden Fall, weil die auch noch für viele andere Veranstaltungen mittlerer Größe genutzt werden könnte – etwa für Folk- und Jazz-Konzerte, aber auch für klassische Musik oder Kabarett. Denn eine freundliche Halle für etwa 1000 Besucher fehle in Schwerin. Derzeit wird die Tennishalle nur gelegentlich für andere Veranstaltungen gebucht, etwa für Abi-Bälle. Wenn sie multifunktional umgebaut wird, dürfte sich die Zahl der Interessenten jedoch sprunghaft erhöhen.

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