Syrer Protestieren : Beklemmende Kriegsbilder in Schwerin

<p>Auf Plakaten forderten die Syrer das Ende des Krieges in ihrer Heimat.</p>
1 von 6

Auf Plakaten forderten die Syrer das Ende des Krieges in ihrer Heimat.

Schläge, Schüsse, Bomben: Syrische Flüchtlinge stellten am Pfaffenteich Szenen aus ihrer Heimat nach

von
16. Oktober 2016, 16:00 Uhr

Aufrütteln, Hilfe erbitten und Danke sagen – das wollten die in Schwerin lebenden Syrer am Sonnabend am Südufer des Pfaffenteichs. Dafür hatten sie etwas Besonderes inszeniert: Die Szenen, mit denen im Februar 2011 der Krieg in Syrien begann. In Daraa hatte der 15-jährige Bashir Abazed „Du bist dran, Doktor“ an die Schulmauer gesprüht – eine Anspielung an den studierten Arzt Assad. Der Junge wurde verhaftet, der Protest der Familie endete in Gewalt.

Das zeigten die Flüchtlinge am Sonnabend wortlos in Schwerin – untermalt vom Band mit Schreien, Schüssen und Bombenhagel. Wie unsagbar schwer muss es für einige gewesen sein, in die Rollen der Peiniger des verhassten Assad zu schlüpfen und die Spielzeugwaffen auf Kinder zu richten? „Das Morden muss aufhören“, forderte Mohamed Dib Khanji vom Islamischen Bund stellvertretend für die mehr als 100 Syrer am Südufer. Und an Assad, Putin und Obama gleichzeitig gerichtet: „Hände weg von Syrien.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen