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Anwohner bleiben hartnäckig : Behelfsbrücke für Wittenburger

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Anwohner und Gewerbetreibende wünschen sich eine Fußgängerbrücke während des Baus der Brücke – die Stadt ist dagegen

von
erstellt am 23.Jan.2015 | 22:00 Uhr

Auf der Anwohnerversammlung im Rathaus wurde hitzig diskutiert: Nach den Ausführungen zum Neubau der Brücke in der Wittenburger Straße von Ingenieur Thomas Bickel, folgte eine Fragestunde, die von den Anwohnern gut genutzt wurde.

Die Anlieger wiesen mehrmals darauf hin, dass sie sich nicht richtig informiert fühlen. „Wir wollten schon Mitte November mit der Stadt reden, aber niemand fühlte sich für uns zuständig. Wir wurden viel zu spät informiert. Von der Stadt kommt nie jemand auf uns zu“, sagte Marco Bubnick, Apotheker in der Wittenburger Straße. „Den Vorwurf lasse ich mir nicht gefallen. Wir sind transparent und wir kommunizieren“, widersprach Baudezernent Bernd Nottebaum.

Immer wieder drehte sich das Streitgespräch um die Behelfsbrücke. Nottebaum bestätigte noch einmal, dass es keine Fußgängerbrücke geben wird. Die Entscheidung dazu solle bereits im Sommer des vergangenen Jahres gefallen sein. Eine Behelfsbrücke würde 180 000 Euro mehr kosten. Das Verfahren werde nur neu überdacht, wenn die Anwohner 4000 Unterschriften für eine Behelfsbrücke sammeln.

Die Gewerbetreibenden hätten Angst, dass die Kunden ausbleiben. Und auch die Anlieger selbst, werden ihre Grundstücke nicht für den gesamten Zeitraum der Bauphase mit dem Auto erreichen können, bestätigte Nottebaum. „Wir stehen für Einzelgespräche gerne bereit“, so Amtsleiter Dr. Bernd-Rolf Smerdka. Die Ladenbesitzer können zu ihm kommen, eine Lösung für die Probleme würden sie dann gemeinsam finden, versprach er.

Aber noch ein weiteres Detail erregte die Gemüter. Die Landeshauptstadt bekommt für den Neubau der Brücke über die Eisenbahn 3,5 Millionen Euro Förderung. Damit das Geld ausgezahlt wird, müsse der Bau bis 15. Dezember abgeschlossen sein. Aber es gibt noch eine weitere Bedingung, die Stadionbrücke müsse neu aufgebaut werden – sonst gäbe es kein Geld vom Land. „Der Schnellbau wird nun auf unsere Kosten durchgedrückt. Wir brauchen doch keine neue Stadionbrücke. Wir brauchen eine Behelfsbrücke“, sagte ein Anwohner abschließend.

 

 

 

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