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Am Dümmer See : BBC-Reporterin entdeckt gelebte Tradition

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Auf ihrer Deutschlandreise lernt BBC-Reporterin Alice Armstrong traditionelles Handwerk in Dümmer kennen.

svz.de von
erstellt am 28.Okt.2014 | 08:00 Uhr

Dass bei ihrer Reise durch Deutschland das Dorf Dümmer in Mecklenburg eine zentrale Rolle einnehmen würde, das hatte BBC-Reporterin Alice Armstrong nicht erwartet. „Ich hatte zuvor ja noch nie von dem Ort gehört“, erzählt die junge Frau. Armstrong ist hierzulande unterwegs und recherchiert für eine Rundfunk-Reportage über traditionelles Handwerk in Deutschland. Zimmerleute auf der Walz sind dabei gute Ansprechpartner für die Reporterin. Und von denen hörte sie immer wieder den Namen Dümmer. Denn dort errichten Zimmerleute gerade das Europahaus – einen Treffpunkt und Lernort für Wandergesellen aus Frankreich, Skandinavien und dem deutschsprachigen Raum. In dem zweigeschossigen Gebäude ist zudem Platz für Gemeinschaftsräume der Gemeinde Dümmer.

Bei dem Holzrahmenbau haben die Zimmerleute die Chance, die von Alters her überlieferten Techniken ihrer Zunft anzuwenden. Deshalb strömen die Wandergesellen nach Mecklenburg, packen für ein, zwei Wochen mit an.

Das Miteinander und die gelebte Tradition begeisterten auch Alice Armstrong bei ihrer Stippvisite. Bei aller Geschäftigkeit auf der Baustelle sei das immer noch ein entspannter Ort, sagt die Britin. Dümmer werde sie auf jeden Fall in ihre Reportage einbauen.

Über dem Europahaus selbst weht seit diesem Monat die Richtkrone. Derzeit wird das Dach gedeckt. Über Winter erfolgt der Innenausbau, damit das Gebäude im Frühjahr seiner Bestimmung übergeben werden kann. Treffpunkt für die Wandergesellen soll es auch dann sein.

Edgar Hummelsheim von der Schweriner Handwerkskammer erwartet, dass in Zukunft bedeutend mehr Zimmerleute auf der Walz Mecklenburg ansteuern. Er fordert zudem die Zimmereien aus der Region auf, das Europahaus für die Ausbildung des eigenen Berufs-Nachwuchses zu nutzen.

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