Endlich : Baustart am Goethe-Gymnasium

Besichtigten die Baustelle auf dem Schulgelände: Projektleiterin Liane Pohl, Ulrich Bartsch, Chef des Zentralen Gebäudemanagements, und Schuldezernent Dieter Niesen.
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Besichtigten die Baustelle auf dem Schulgelände: Projektleiterin Liane Pohl, Ulrich Bartsch, Chef des Zentralen Gebäudemanagements, und Schuldezernent Dieter Niesen.

Für knapp zwölf Millionen Euro entsteht in den kommenden zwei Jahren in der Weststadt ein modernes Schulgebäude

svz.de von
22. Juli 2014, 08:00 Uhr

Der Startschuss für den lange geplanten Neubau am Schweriner Goethe-Gymnasium ist gefallen. Los geht es auf dem Gelände in der Johannes-R.-Becher-Straße allerdings mit Aufräumarbeiten. Die alte Turnhalle und der Verbindungsbau zum jetzigen Hauptgebäude werden entkernt. „In dieser Woche soll der Abriss beginnen“, sagt Liane Pohl, die Projektverantwortliche beim Zentralen Gebäudemanagement der Stadt.

Turnhalle und Verbindungsbau aus den 50er-Jahren weichen einem modernen, dreigeschossigen Gebäude mit einer Gesamtfläche von rund 6580 Quadratmetern. Das neue Gebäude bietet Platz für etwa 35 Klassen-, Vorbereitungs- und Gruppenräume. Für die Bläsergruppen, das Tanztheater, den Chor und die Instrumentalausbildung des Musikgymnasiums werden zusätzlich Probenräume geschaffen, da die bisherigen Kapazitäten bei weitem nicht mehr ausreichen.

Das Foyer des Neubaus solle als Verbindungsglied zum derzeitigen Hauptgebäude dienen, erklärt Ulrich Bartsch, Leiter des Zentralen Gebäudemanagementes. Mit einer Traufhöhe von knapp zwölf Metern werde das neue Gebäude niedriger sein als der Altbau, der in seinem Bestand erhalten bleibe. „Der Ergänzungsbau erhält eine Putzfassade mit Klinkerbestandteilen und wird durch großzügige Glasflächen aufgelockert“, so der Chef des Zentralen Gebäudemanagements.

Rund 860 Schüler besuchen vom kommenden Schuljahr an das Goethe-Gymnasium. Unterrichtet werden sie nach den Ferien in der benachbarten ehemaligen Lessingschule. Außerdem sollen Räume in der früheren Berufsschule in der Friesenstraße und der Werner-von-Siemens-Schule in Lankow genutzt werden. „Das neue Schulgebäude bietet eine Lernumgebung, die den heutigen Bedürfnissen entspricht“, betont Schuldezernent Dieter Niesen, der in den kommenden Jahren mit einer stabilen Zahl von mindestens 700 Schülern am Goethe-Gymnasium rechnet. So orientiere sich die Größe des neuen Gebäudes an den langfristig prognostizierten Schülerzahlen.

Fast zwölf Millionen Euro wird das neue Schulgebäude kosten. 6,3 Millionen Euro Städtebaufördermittel fließen in das Projekt, zu einem Drittel kofinanziert durch die Stadt. „Darüber hinaus haben wir noch eine Sonderbedarfszuweisung in Höhe von 2,5 Millionen Euro beim Innenministerium beantragt“, so der Dezernent, der auf die angespannte Lage in der Stadtkasse verweist.

In die Baukosten eingerechnet sind auch die Ausgaben für Sanierungsarbeiten im jetzigen Hauptgebäude. Laut Projektleiterin Pohl müssen der Fußboden und der Estrich im Erdgeschoss des Gebäudes erneuert werden. Im Oktober soll die Baugrube für das neue Gebäude hergerichtet sein. Insgesamt zwei Jahre sind für die Bauarbeiten insgesamt veranschlagt.

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