Bauen in Schwerin : Baugrundstücke werden knapp

Hinter der Berufsschule Technik bis zur Ahornstraße entsteht das neue Wohngebiet für Lankow.
Hinter der Berufsschule Technik bis zur Ahornstraße entsteht das neue Wohngebiet für Lankow.

Schwerin wächst – und immer mehr wollen sich den Traum vom Eigenheim erfüllen / Verwaltung sucht nach neuen B-Plan-Gebieten

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30. Juni 2016, 09:00 Uhr

„Schwerin wächst und hat in den vergangenen Jahren einen Bevölkerungszuwachs verzeichnet. Da steigt auch die Nachfrage nach Häusern und Grundstücken. Das neue Baugebiet Friedrichsthal liegt attraktiv am Neumühler See im grünen Gürtel der Stadt und bietet dennoch kurze Wege zu allen wichtigen Infrastruktureinrichtungen wie einem Nahverkehrsanschluss in die Innenstadt, Kita und Einkaufsmöglichkeiten. Hier finden Paare und Familien ein neues Zuhause.“ Das sagte Wirtschaftsminister Harry Glawe beim Startschuss für das letzte Teilstück des Wohngebietes in Friedrichsthal.

Die etwa 20 Hektar große Fläche befindet sich zwischen dem Dalberger Weg, dem Weidenweg und der Lärchenallee. Im ersten Bauabschnitt entstehen 47 Grundstücke, die mit Einfamilien- und Doppelhäusern bebaut werden können. Nach der Erschließung könnte in Friedrichsthal im Frühjahr 2017 mit dem Hochbau begonnen werden. Im zweiten Bauabschnitt der nach dem Sommer 2017 erschlossen werden soll, könnten weitere 66 Baugrundstücke folgen.

Durchschnittlich 120 Euro wird der Quadratmeter erschlossenes Bauland kosten. Zurzeit kann die hohe Nachfrage nach Bauland in Schwerin im mittleren Preissegment nicht bedient werden. Deshalb hat die Landeshauptstadt vor dem Hintergrund steigender Einwohnerzahlen in den letzten Jahren ein hohes Interesse an der Verwirklichung des Wohngebietes. Und die Resonanz ist riesig: 350 Kaufinteressenten gibt es bereits. Interessenten für Baugrundstücke, die ohne Bauträgerbindung zu einem Quadratmeterpreis ab 99 Euro angeboten werden, können weiterhin die LGE Mecklenburg-Vorpommern GmbH kontaktieren.

Weitere Baugebiete sind bereits auf den Weg gebracht. „Neues Wohnen am Lankower See“ heißt das Vorhaben, aus dem Gelände des ehemaligen Internatskomplex in Lankow ein kleines Eigenheimgebiet zu machen. Über die entsprechende Planung beraten derzeit die politischen Fachgremien. Insgesamt sollen 140 Wohneinheiten entstehen. Vorgesehen sind 60 Grundstücke für individuelle und freistehende Einfamilienhäuser sowie 80 Wohneinheiten im Reihen- und Geschosswohnungsbau zusammen. Hier sollen Miet- und Eigentumswohnungen entstehen. Diese sollen laut Planung gegenüber der Berufsschule Technik gebaut werden, die Eigenheime dahinter in Richtung Ahornstraße.

Auch in Wickendorf hat die Stadt noch ein Plätzchen gefunden, wo in zweiter Reihe gebaut werden kann. „20 bis 30 Grundstücke sind dort vorgesehen“, berichtet Baudezernent Bernd Nottebaum. Ein kleines Baugebiet gibt es auch in Warnitz. „Ziel der Planung ist es, auf einer von bestehender Wohnbebauung umgebenen Ackerfläche nördöstlich der Grevesmühlener Chaussee weitere Wohnbebauung zu ermöglichen“, berichtet der Baudezernent. Durch die umgebende Bebauung mit der Erschließungsmöglichkeit über die Birkenstraße werde eine Lücke geschlossen, die dem Grundsatz „Innenentwicklung vor Außenentwicklung“ entspreche. Acht Baugrundstücke könnten entstehen. Derzeit geht die Planung durch die Fachausschüsse.

Doch damit ist dann Schluss mit neuen Baugebieten. Das ist für die Entwicklung des regionalen Oberzentrums Schwerin ein ärgerlicher Umstand. Denn nach wie vor dürfen in den Schwerin umgebenden Gemeinden keine neuen Wohngebiete ausgewiesen werden, um das Oberzentrum nicht zu schwächen. Das möchte Schwerin auch so belassen. Deshalb ist die Bauverwaltung fieberhaft auf der Suche nach neuen geeigneten Flächen. Werden die gefunden, muss noch alles in rechtlich saubere Bahnen gebracht werden. Nach SVZ-Informationen sind die Stadtplaner schon dabei, den Flächennutzungsplan der Stadt zu überarbeiten.

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