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Zeitung für die Landeshauptstadt

18. Oktober 2017 | 11:32 Uhr

Baumfällung geplant : Baugebiet gerät in die Kritik

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

In der ehemaligen Krebsfördener Kieskuhle sollen 900 Quadratmeter Wald für fünf neue Einfamilienhäuser gelichtet werden

svz.de von
erstellt am 04.Jan.2014 | 08:00 Uhr

Für den geplanten „Wohnpark am Wald“ in Krebsförden sollen etwa 900 Quadratmeter desselben gelichtet werden. Grundlage für die Entscheidung ist eine Einschätzung des Forstamtes Gädebehn. Die ehemalige Waldfläche „wird in eine Grünfläche mit einzelnen prägenden Solitärbäumen umgestaltet. Die übrige Bestockung wird gerodet“, heißt es in der Begründung zur Satzung. Zum Ausgleich wurden schon im Jahr 2010 in Klein Medewege nahe des Aubachs 806 Quadratmeter Hecken mit Brachesaum bepflanzt. Die geplante Baumfällung in der ehemaligen Kieskuhle hat im Umweltausschuss dennoch Kritik ausgelöst. Die Mitglieder lehnten die Beschlussvorlage einstimmig ab „und erinnerten an frühere Zusagen der Verwaltung, dass keine Waldbäume gefällt werden sollten“. So hält es das Sitzungsprotokoll fest. Unterdessen gaben der Ortsbeirat Krebsförden, der Bau- und der Hauptausschuss dem Beschluss bereits ihre Zustimmung. Allerdings liegt auch eine Einwendung seitens des Wasser- und Bodenverbandes „Schweriner See/Obere Sude“ vor. Darin heißt es: „Es wird die Auffassung vertreten, dass im Einzugsgebiet des Krebsbaches oberhalb der
B 106 mittlerweile ein Stand der Bebauung erreicht ist, dass aus hydraulischer Sicht mit der Option Versickerung eine schadlose Ableitung des Niederschlagswassers im Plangebiet nicht mehr gewährleistet ist.“ Eine endgültige Entscheidung über den Bau der fünf Wohnhäuser wird nun in der kommenden Sitzung der Stadtvertretung Ende Januar erwartet.

Das etwa 6000 Quadratmeter große Areal liegt seit Jahren brach. Früher wurde dort Kies gewonnen, in naher Zukunft sollen dort zweigeschossige „zeitgemäße stadtvillenartige Gebäudekubaturen“ mit Flachdächern stehen. Damit stehe das Erscheinungsbild in einem bewussten Kontrast zur vorhandenen überwiegend aus den 1970/80er-Jahren stammenden Bebauung, heißt es. Eine neue Privatstraße soll die Straße Am Wald mit den fünf Grundstücken verbinden, die im Norden durch die Straße Am Wald, im Osten durch Wohnhäuser, im Süden durch Gehölze eines Wohngrundstücks und im Westen durch eine Kleingartenanlage und eine Waldfläche begrenzt werden.

Trotz der idyllischen Lage zeichnet sich für die künftigen Bewohner ein Nachteil ab: Weil die Straße über keine Wendemöglichkeit verfügen wird, müssen sie an Abfuhrtagen Bioabfall, Altpapier und Restmüll bis zur Straße Am Wald transportieren.

 

 

 

 

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