Aus Schlecker wird Hofladen : Bauer will in die Innenstadt

Aus Schlecker wird Hof Denissen: Der Wöbbeliner Landwirt will hier einen „Hofladen“ mit Café eröffnen.
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Aus Schlecker wird Hof Denissen: Der Wöbbeliner Landwirt will hier einen „Hofladen“ mit Café eröffnen.

Der Hof Denissen aus Wöbbelin will aus der ehemaligen Schlecker-Filiale in der Schlossstraße einen Laden mit Café machen

svz.de von
09. März 2014, 08:00 Uhr

Für die ehemalige Schlecker-Filiale in der Schlossstraße deutet sich eine Lösung an. Der Flachbau in unmittelbarer Nähe des Marienplatzes könnte ein Café werden, in dem auch regionale Produkte angeboten werden. Eine entsprechende Verkaufsvorlage für das Gebäude ist jetzt den Ausschüssen der Stadtvertretung zur Stellungnahme vorgelegt worden.

Die Nachbarhäuser in der Schlossstraße sind bereits verkauft und werden derzeit saniert und mit Balkonen ausgestattet. Nur die Schlossstraße 38 hatte die Stadt als Filet-Stück noch behalten. Zunächst, weil Peek & Cloppenburg im Carré Schlossstraße-Mecklenburgstraße-Geschwister-Scholl-Straße-

Goethestraße ein Kaufhaus plante und das jetzt zum Verkauf stehende Grundstück als Zugang vom Marienplatz aus wichtig war. (SVZ berichtete) Dann gab es die Idee, initiiert von der CDU-Fraktion, im Innenraum des Viertels Kleingewerbe und Wohnen nach dem Vorbild der Hackeschen Höfe in Berlin zu etablieren. Das Unternehmen Peek & Cloppenburg hat seine Schwerin-Pläne längst aufgegeben. Und für eine Passage vom Marienplatz zur Mecklenburgstraße hat sich noch kein Investor gefunden.

Jetzt erwägt die Stadt den Verkauf an den Hof Denissen, der seinen Stammsitz in Wöbbelin hat. Das Agrarunternehmen hat unter anderem mit seinen beheizten Spargelfeldern für Schlagzeilen gesorgt. Die Firma möchte nach Informationen dieser Zeitung nach Schwerin expandieren und in der Schlossstraße einen Laden mit Café eröffnen, in dem auch regionale Produkte verkauft werden.

Offen ist noch der Zugang zu einer möglichen Passage vom Marienplatz in Richtung Schauburg. „Deren Eigentümer hat noch keine konkreten Ideen vorgelegt, was mit dem historischen Haus geschehen soll“, so Stefan Schlick von der Grundstücksabteilung der Stadtverwaltung. „Es steht damit auch nicht fest, wie der Innenraum des Carrés einmal genutzt wird. Die CDU-Fraktion hat aber noch einmal gefordert, dass ein Zugang auch später noch ermöglicht werden muss. Der Wöbbeliner Denissen soll das zugesichert haben. Er will das Haus in der Schlossstraße so umgestalten, dass ein Durchgang im Nachhinein hergestellt werden kann.

Der Flachbau soll insgesamt ein neues Aussehen bekommen. Dazu hat die Stadt einen städtebaulichen Wettbewerb angeregt. Denn das Gebäude soll aufgestockt werden. Dabei sollen die Proportionen so gewählt werden, dass zwischen den relativ niedrigen Häusern an der Ecke zur Goethestraße und den deutlich höheren Backsteingebäuden in der Schlossstraße „vermittelt“ wird.

Das Vorhaben wird jetzt zunächst von den Ausschüssen der Stadtvertretung diskutiert. Wann es tatsächlich mit dem Bau losgehen kann, ist noch nicht klar. Und wann der Laden dann tatsächlich öffnet, damit auch noch nicht.

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