Immobilien : Bauboom in Schwerin

Wohnen in den Waisengärten ist nicht nur bei Schwerinern beliebt: Interenationale Anleger haben einige Grundstücke gekauft.
Wohnen in den Waisengärten ist nicht nur bei Schwerinern beliebt: Interenationale Anleger haben einige Grundstücke gekauft.

Private Investoren und die Öffentliche Hand errichten Wohnhäuser, Schulen und Kitas.

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27. Dezember 2017, 05:00 Uhr

In wohl keinem der zurückliegenden 25 Jahre wurde in der Stadt so viel gebaut wie 2017. Ein- und Mehrfamilienhäuser wurden hochgezogen, Gewerbebauten entstanden und in etlichen Straßen wurde gebuddelt, wurden Versorgungsleitungen und die Fahrbahn erneuert.

In den Waisengärten ging der Hochbau weiter. Das Baugebiet ist inzwischen sogar für internationale Anleger interessant. Eine niederländische Bank hat mehrere Grundstücke gekauft. In Schwerin sind die Grundstückspreise immer noch deutlich günstiger als in Hamburg, hieß als Begründung.

Auch im Hafengebiet wird emsig gebaut. Für das umstrittene, so genannte Hochhaus an der Möwenburgstraße wurde Richtfest gefeiert. Bis auf eine sind alle Wohnungen bereits verkauft. Und in Lankow, auf dem Areal des ehemaligen Internatskomplexes, laufen die Erschließungsarbeiten für ein neues, exclusives Eigenheimbaugebiet.

Nicht nur großflächig wurde gebaut. In der Werderstraße wurden zwei Lücken in der Häuserfront geschlossen. Und in der Graf-Schack-Allee wurden nach Jahren des Stillstands die Pfähle für die Fundamente eines modernen Neubaus niedergebracht. Hier hatte es zunächst Diskussionen um die Fassadengestaltung gegeben. Steht das künftige Gebäude doch in unmittelbarer Nachbarschaft des Residenzensembles. Es gab aber eine Einigung zwischen Denkmalpflegern und Investor. Grundsätzlich gilt aber in Schwerin, dass abgerissene Häuser nicht historisierend wieder errichtet werden, sondern in zeitgemäßer Form. Auch der Große Dreesch wird weitergebaut. Im Anne-Frank-Karreé entstehen Stadtvillen.

Die öffentliche Hand baute ebenfalls in der Stadt. Am augenfälligsten: der Heinehort in der Werderstraße. Allerdings wird der später fertig als geplant und der Bau wird teurer als kalkuliert. Pünktlich und dazu in Rekordzeit wurde dagegen an der Speicherstraße eine Grundschule zum Schuljahresbeginn in Betrieb genommen. Noch werden hier nur zwei Klassen unterrichtet, doch es werden mehr. Schon nach den Winterferien wird es übervoll. Dann werden die Mädchen und Jungen der Heineschule in den Hafen umziehen und ihr Schulgebäude wird im Inneren komplett saniert.

Doch auch die Freien Träger haben ihren Teil geleistet und etwas für Kinder getan: Im Kinderzentrum gibt es jetzt 18 Krippen- und 60 Kindergartenplätze. Die Dreescher Zwergstätten bieten ebenfalls seit diesem Jahr 24 Krippen- und 45 Kindergartenplätze. Seit Anfang Oktober arbeitet die Waldgruppe des Waldorf-Vereins am Hexenberg. Dort werden aktuell 15 Kindergartenkinder betreut. Und der Kita-Neubau wird in den kommenden beiden Jahren weitergehen.


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